Wie und weshalb man Kinder im Internet schützen sollte

Gefahren für Kinder im Internet

Während das Internet zu unserer Zeit als Kinder undenkbar war, gehen die Kinder von heute mittlerweile nahezu selbstverständlich mit dem World Wide Web um.
Das ist auch gut und richtig so, denn immerhin hat das Internet in vielfältiger Hinsicht einen großen Nutzen. Allerdings ist der Schutz der Kinder im Internet auch eine Herausforderung geworden.

Internet und Kinder: Eltern haben MitverantwortungEs erfordert viel Aufklärung und Achtsamkeit durch die Eltern, um die Kinder vor den Gefahren, die im Internet lauern, zu schützen und über die sie aufgeklärt werden müssen.
Zu den Risiken gehören beispielsweise der Internetbetrug, Viren, Trojaner, Phishing-Angriffe, Spam-E-Mails, pornografische Überfälle und vieles mehr.

Der folgende Ratgeber erläutert die wichtigsten Tipps, wie Kinder im Internet geschützt werden können.

Wofür die Kinder das Internet brauchen

Kinder brauchen das Internet zum LernenAuch wenn im Internet einige Gefahren lauern, ist es dennoch kaum noch wegzudenken und ein wichtiger Bestandteil des Alltags geworden. Das Online lernen ist heutzutage schon Standard. Laut Studien nutzen 97 Prozent der 10- bis 18-jährigen das Internet.
75 Prozent der Befragten surfen im Internet, um etwas für die Schule und Ausbildung zu tun. Daher gehört das Lernen mit dem Internet in zahlreichen Familien mittlerweile zum Alltag.

Auch in den Schulen wird es vermehrt genutzt und häufig auch gefordert. Die Kinder und ein Großteil der Schulen gehen mindestens einmal in der Woche in das Internet, um für den Unterricht nach Informationen zu suchen, sei es, um zu lernen, für die Hausaufgaben zu recherchieren oder um sich auf Klassenarbeiten vorzubereiten.

Das Internet ist demzufolge ein unschätzbarer Vorteil, vor allem in einer schnelllebigen Zeit, in welcher sich das Wissen in einer enormen Geschwindigkeit vergrößert und die Kinder innerhalb einer sehr kurzen Zeit den Lernstoff im Kopf haben müssen. Da kommt jede Hilfe recht und das Internet bietet diese sehr effektiv.

Daher ist Folgendes wichtig: Sich als Eltern mit den Gefahren des Internets vertraut zu machen, die Kinder aufzuklären und die Risiken des Internets somit abwehren.

Hier ein paar wichtige Tipps, wie man Kinder
im Internet schützen kann:

* Sicherheitspaket verwenden

Kinder brauchen das Internet zum LernenEin Internet-Sicherheitspaket wie Norton etc. auf allen Computern zu verwenden, ist unverzichtbar und eine der wichtigsten Maßnahmen.

Nur ein Antivirus-Programm allein, das natürlich ebenso sehr wichtig ist, bietet keinen ausreichenden Schutz. Es wird daneben noch eine Firewall, Antispyware und sonstiger guter Schutz benötigt, was alles mit einem Sicherheitspaket gewährleistet wird.

* Heimnetzwerk schützen

Internet: Kinder sollen den Computer mit Passwort schützenDas Heimnetzwerk sollte mit einem sicheren Kennwort und strengen Sicherheitseinstellungen geschützt werden. Kinder sollten zudem wissen, dass sie Kennwörter keinesfalls weitergeben dürfen, selbst nicht an enge Freunde. Dies muss ihnen unbedingt klar gemacht werden. Falls Kinder dennoch einmal ein Kennwort weitergegeben haben, ist es oberste Priorität, das Kennwort sofort zu ändern.

* Unbekannte E-Mails nicht öffnen

Internet: Kinder sollen sich vor Hackerattacken durch unbekannte E-Mails schützenE-Mails, die von einem unbekannten Absender oder die verdächtig erscheinen, sollten nicht geöffnet werden. Das Gleiche gilt für Links, die integriert sind. Auch in Bezug auf den E-Mail-Account, soziale Netzwerke etc. sollte wieder ein sicheres Kennwort verwendet werden.

E-Mail-Adressen sollten keinesfalls weitergegeben werden. Falls ein Hacker die E-Mail-Adresse kennt, hat er die Möglichkeit, mithilfe des Links "Kennwort vergessen" das eigene Kennwort zurückzusetzen.

* Kinder über die Risiken von Internetbetrug aufklären

Internet: Kinder vor Internetbetrug schützenEs ist sehr wichtig, mit den Kindern darüber zu reden, wie sie am besten Internetbetrug vermeiden können, damit sie vorsichtig sind. Zudem sollten Kinder wissen, dass sie sich bei Fehlern, die sie im Internet machen, jederzeit an die Eltern wenden können, um somit einen eventuell entstandenen Schaden leichter abzuwenden.

Viele Kinder erkennen zum Beispiel, wenn sie einen Virus auf den Computer herunter geladen haben, doch meist trauen sie sich nicht, es den Eltern zu beichten. Daher sollten sie wissen, dass das alles jedem passieren kann.

* Cyber-Mobbing - eine große Gefahr für Kinder im Internet

Internet: Kinder und Cyber-MobbingDas Cyber-Mobbing ist eine sehr große Gefahr für die Kinder im Internet.

Laut Statistiken erhält jedes fünfte Kind über soziale Netzwerke, Instant Messages, E-Mails oder Videos belästigende, beleidigende oder hetzerische Nachrichten.

Internet und Kinder: Vorsicht vor Cyber-MobbingIm Gegensatz zum gewöhnlichen Mobbing ist beim Cyber-Mobbing der Unterschied, dass das Opfer schnell zum Täter werden kann, wenn es auf eine bösartige Nachricht mit einer verbalen Attacke reagiert. Kinder sollten auf eine Cyber-Mobbing-Attacke nicht antworten, Kopie von den Nachrichten aufbewahren und den Vorfall melden, je nach Absender zum Beispiel der Schule oder Website. Bei Drohungen sollte eine Anzeige bei der Polizei erstattet werden.

* Vorsicht mit reinen Internet-Bekanntschaften

Internet und Kinder: Vorsicht vor InternetbekanntschaftenKinder sollten aufgeklärt werden, dass man bei einer reinen Bekanntschaft im Internet nie wissen kann, mit wem man es grade zu tun hat. Betrüger und Gewalttäter können sich leicht verstellen. Von derartigen Fällen wurde in der Vergangenheit genügend berichtet.

Eltern sollten die Profile der Kinder überprüfen. Posing-Fotos, ein tiefer Ausschnitt etc. müssen vermieden werden, da einige Männer dies als „Einladung” missverstehen könnten. Grundsätzlich sollten Kinder mit Fotos und mit privaten Daten sowieso sehr vorsichtig umgehen. Kinder sollten wissen, dass einmal ins Internet gestellte Fotos oder Texte nur schwer kontrolliert oder entfernt werden können.

Das Internetprofil sollte so eingestellt werden, dass nur Freunde die Daten und Fotos des Kindes sehen können. Dies ist unter „Privatsphäre-Einstellungen“ möglich. Auch müssen Kinder wissen, dass sie die Adresse und Telefonnummern nie einem Unbekannten geben dürfen. Schon gar nicht dürfen sich Kinder allein mit Unbekannten treffen. Gegebenenfalls kann das Kind zu den ersten Treffen mit einem Freund aus dem Internet begleitet werden.

* Vom Computer abmelden, wenn er nicht mehr benötigt wird

Dem Kind sollte beigebracht werden, dass es sich vom Computer abmeldet, wenn er nicht mehr benötigt wird, um zu verhindern, dass jemand anderes, beispielsweise Freunde oder Geschwister, mit dem Konto E-Mails oder Nachrichten verschicken können. Damit erlauben sich manche Kinder gern einmal einen Scherz.

* Kindersicherung

Internet und Kinder: Kindersicherung für den ComputerEinstellungen für die Kindersicherung, die auf dem Handy, Tablet, Computer und auf Spielekonsolen, Tablet-PCs installiert werden können, sind hervorragende Tools, die kostenlos erhältlich sind und es möglich machen, den Umgang mit dem Internet für die Kinder einzuschränken. Damit können Eltern Regeln und Grenzen festlegen, und es kann dafür gesorgt werden, dass bestimmte Internetseiten nicht heimlich aufgesucht werden.

Es ist sinnvoll, immer wieder gemeinsam mit dem Kind im Internet zu surfen und sich als Eltern interessiert und ohne das Kind zu verurteilen die Internetseiten zeigen zu lassen, die es besucht. Dies bietet die Möglichkeit, mit dem Kind über bedenkliche Webseiten zu sprechen und die Gefahren zu erklären.

Eltern müssen sich selber mit den
Gefahren und Risiken auseinandersetzen

Um Kinder im Internet zu schützen, ist es wichtig, dass sich die Eltern über die verschiedenen Bedrohungen, die hier lauern, genauer informieren und dass sie selber auch tatsächlich wissen, welche Gefahren es gibt. Für manche Eltern ist dies nicht so einfach, insbesondere, wenn sie selber technisch nicht so sehr versiert sind oder wenn sie nicht wissen, wo Hilfe möglich ist. Dies macht ein genaues Informieren im Vorfeld so unverzichtbar, denn dann können die Tipps berücksichtigt und an die Kinder weitergegeben werden.

Fazit

Internet und Kinder: Freude beim InternetsurfenDies waren die Tipps, wie Kinder im Internet am besten vor den hier lauernden Risiken und Gefahren geschützt werden können.

Es ist wichtig, dem Kind beizubringen, wie gefährlich das Internet sein kann, welche Inhalte für Kinder ungeeignet sind, wie sie ein Bewusstsein dafür entwickeln können, wie wichtig der Schutz der Privatsphäre ist, wie sie Belästigungen vermeiden können und vieles mehr.

Sehr wichtig ist es hierbei, dass nicht nur Verbote erstellt werden, sondern das eine aktive Teilhabe durch die Eltern bei der Nutzung des Internets der Kinder erfolgt. Dies kann ebenso zu weniger Gefahren führen. Wenn die genannten Tipps berücksichtigt werden, sei auch erwähnt, dass der Nutzen des Internets die Risiken bei weitem übertrifft, denn das Word Wide Web ist ein hervorragendes Medium, um zu lernen und sich in der Freizeit zu beschäftigen. Kinder müssen lediglich ermutigt werden, dass sie das Internet bewusst nutzen müssen.

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