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Der Junge im gestreiften Pyjama

Der Junge im gestreiften PyjamaAutoren:
John Boyne (Autor),
Brigitte Jakobeit (Übersetzerin)

Format: Gebundene Ausgabe
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: FISCHER KJB; Auflage: 5 (2010)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3596511303
Altersempfehlung: ab 13 Jahre

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Klappentext:

Der neunjährige Bruno weiß nichts von der Endlösung oder dem Holocaust. Er ist unberührt von den entsetzlichen Grausamkeiten, die sein Land dem europäischen Volk zufügt. Er weiß nur, dass man ihn von seinem gemütlichen Zuhause in Berlin in ein Haus verpflanzt hat, das in einer öden Gegend liegt, in der er nichts unternehmen kann und keiner mit ihm spielt. Bis er Schmuel kennenlernt, einen Jungen, der ein seltsam ähnliches Dasein auf der anderen Seite des angrenzenden Drahtzauns fristet und der, wie alle Menschen dort, einen gestreiften Pyjama trägt.

Durch die Freundschaft mit Schmuel werden Bruno, dem unschuldigen Jungen, mit der Zeit die Augen geöffnet. Und während er erforscht, wovon er unwissentlich ein Teil ist, gerät er unvermeidlich in die Fänge des schrecklichen Geschehens.

Produktbeschreibung:

Auf dem Umschlagtext des Jugendbuches Der Junge im gestreiften Pyjama findet der Leser nicht - wie sonst üblich - eine Inhaltsangabe des Romans.

Vielmehr soll der Leser die Lektüre völlig unvoreingenommen beginnen und die Geschichte durch die Augen des neunjährigen Helden Bruno erleben. Bruno wächst zu Beginn des zweiten Weltkrieges wohlbehütet und glücklich mit seiner Familie in Berlin auf.

Doch dann muss er plötzlich an einen Ort namens „Aus-Wisch" umziehen, weil der „Furor" den Vater dort für eine wichtige Aufgabe vorgesehen hat. Bruno kann das nicht verstehen und hasst sein neues, graues Zuhause, das in einer öden Gegend liegt, wo keiner mit ihm spielt. Besonders schrecklich und rätselhaft ist der endlose Stacheldrahtzaun hinter seinem Haus, hinter dem Menschen in gestreiften Schlafanzügen in Baracken leben.

Die Antworten, die der Junge auf seine Fragen nach den "Menschen hinter dem Zaun" erhält (Antwort des Vaters: "Das sind gar keine Menschen") bringen ihn auch nicht weiter. Dann lernt er auf einem seiner Spaziergänge den gleichaltrigen Schmuel kennen, der auf der anderen Seite des Zaunes lebt, einen gestreiften Pyjama trägt und schrecklich abgemagert ist. Heimlich trifft sich Bruno von nun an fast täglich mit Schmuel und es entwickelt sich eine Freundschaft, die nur ein tragisches Ende finden kann.

Konsequent erzählt der Ire John Boyne seinen Holocaust-Roman aus der kindlich-naiven Perspektive eines neunjährigen Jungen, der nicht nur vorgibt, nicht zu wissen, sondern der wirklich nichts weiß. Durch die Unwissenheit und die Unvoreingenommenheit des Kindes, die Reduziertheit des Blickwinkels und der Sprache schafft Boyne eine neue Art des Erzählens über den Holocaust aus der Perspektive der Täter (wobei auch Bruno ein Opfer des NS-Regimes ist).

Gerade das Unausgesprochene macht diesen Roman so eindringlich und schafft eine intensive Atmosphäre, der sich der Leser nicht entziehen kann. 

"Eine Fabel" lautet der Untertitel von John Boynes Buch - und in diesem Sinne sollte man den Roman auch lesen und verstehen, der für Jugendliche ab 13 Jahren zu empfehlen ist.

Unsere Empfehlung:

Der Jugendroman von John Boyne sollte auf keinen Fall von Kindern gelesen werde. Obwohl der erst neunjährige Bruno die Hauptrolle spielt, eignet er sich aber hervorragend als Jugendroman. Wie Bruno die NS Zeit erlebt und welche Vorstellungen er von dem nahegelegenen KZ hat, wird auf bedrückende Art und Weise geschildert und läßt den Leser erschaudern.

Ein ungewöhnliches Jugendbuch über den Holocaust, das auch Erwachsene zutiefst beeindruckt und erschüttert. Unbedingt empfehlenswert!


Zu diesem Buch gibt es zahlreiche Medien und Unterrichtsmaterialen. Wir haben sie für euch in der rechten Spalte zusammengestellt und auf den Handel verlinkt!

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