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Frühaussteiger

Erik D. Schulz: FrühaussteigerAutor: Erik D. Schulz
Format: Taschenbuch; 12,1 x 19,5 cm
Seitenanzahl: 156 Seiten
Verlag: Delfy International Publishing
Auflage: 1 (2017)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3981402230
Altersempfehlung: Ab 12 Jahre

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Klappentext:

Der unerwartete Tod seines Vaters reißt den 15jährigen Sebastian aus seinem behüteten Leben. Nach dem Umzug sucht er Freunde und Anschluss in der neuen Schule, findet aber nur Ausgrenzung, Gewalt und Mobbing - und zu allem Überfluss ist da auch noch eine sadistische Mathelehrerin ...

Zu Hause ist es kaum besser: Streitereien mit der Mutter und dem verhassten Stiefvater vergiften die Atmosphäre. Sebastian ist verzweifelt, sieht keinen Sinn mehr im Leben.

Trotz seiner Probleme verliebt er sich in Annika aus der Parallelklasse. Sie ist sein Hoffnungsschimmer, das helle Licht, das ihn retten kann.

Doch hat er eine Chance bei dem Mädchen? Nach einer brutalen Schlägerei im Klassenzimmer fasst Sebastian einen folgenschweren Entschluss ...

Erik D. Schulz erzählt intensiv und authentisch von den Träumen, Hoffnungen und der teilweise brutalen Welt von Teenagern. Ein wichtiges, kraftvolles Buch - nicht nur für Jugendliche!

Über Erik D. Schulz (Autor):

Erik D. Schulz (Autor)Erik D. Schulz arbeitet als Allgemeinmediziner und Schriftsteller in Berlin. Gerne zieht er sich auf sein Grundstück in Brandenburg zurück, erholt sich dort von seinem Alltag und findet die nötige Ruhe für seine schriftstellerische Arbeit.

Die soziale Ader des Schriftstellers und seine persönlichen Erfahrungen fließen in seine Romanen ein. In Bezug auf die Authentizität der jugendlichen Protagonisten ist ihm sein 15-jähriger Sohn eine wertvolle Hilfe. Er legt Wert auf realitätsnahe Bezüge mit gründlich
recherchierten Fakten und auf psychologische Präzision, aber auch auf Spannung und Unterhaltung durch eine intensive emotionale Zeichnung der Romanfiguren.

Seine literarischen Vorbilder sind Jack Kerouac, J. D. Salinger, Gabriel Garcia Marquez, Raymond Chandler und Jim Thompson.

Erik D. Schulz ist kein gewöhnlicher Autor. Sein Leben führte ihn in verschiedene Richtungen. Er hatte den Mut, seinen Wünschen, Träumen und Bedürfnissen nachzugehen.

Weil er sich in seinem Beruf als Facharbeiter für Nachrichtentechnik bei den Berliner Verkehrsbetrieben nicht entfalten konnte, gab er ihn auf. Verwirklichung fand Erik D. Schulz im sozialen Engagement und arbeitete zunächst als Pfleger in der Chirurgie und Kinderrehabilitation, bis er sich zu einem Medizinstudium entschloss. Durch seine Promotion über ein medizinhistorisches Thema wurde er Ende der 90er Jahre zum Schreiben literarischer Texte inspiriert.

Publikationen (Auswahl):

* 2017 Frühaussteiger. Delfy Verlag
* 2017 Crystal - Zu den Sternen fliegen. Delfy Verlag
* 2012 Krügers Bericht - Eine Erzählung über die Liebe,
(unter Pseudonym Erik J. Roberts) epubli
* 2010 Im Netz der Deutschlandclique,
(unter Pseudonym Erik J. Roberts). Engelsdorfer Verlag

Zum Inhalt:

Erik D. Schulz: Frühaussteiger (Mobbing an Schulen)Vor seinem ersten Tag am neuen Gymnasium erwacht Neuntklässler Sebastian mit Ängsten und Migräne. Seine Befürchtungen werden von Beginn an bestätigt: Er gerät in eine von Mobbing geprägte, atmosphärisch kalte Klasse. Zudem wird er von der psychopathischen Mathelehrerin Frau Schietzelmann im Unterricht terrorisiert.

Wegen seiner schlechten schulischen Leistungen belasten Sebastian Konflikte mit seiner Mutter und dem nicht akzeptierten, zwanghaften Stiefvater. Sie vergleichen den introvertierten Jungen mit seiner drei Jahre älteren Stiefschwester Sophie, die glänzende Zensuren nach Hause bringt, und bauen Leistungsdruck auf.

Den Tod seines ein Jahr zuvor verstorbenen leiblichen Vaters hat Sebastian noch nicht verarbeitet. Er leidet unter Schlafstörungen, Heimweh nach seinem alten Wohnort und Sehnsucht nach seinen dort lebenden Freunden, zu denen nur sporadische Kontakte bestehen bleiben.

Sebastians Bemühungen, Freunde an der neuen Schule und damit Anschluss zu finden, scheitern. Pascal, ein Mitschüler, wird von der Klasse grausam gemobbt. An diesen Attacken beteiligt sich auch Sebastian, bis er sein Fehlverhalten erkennt und dem Opfer während einer Prügelei zur Seite steht.

Nach diesem Schlüsselereignis gerät Sebastian selbst in den Fokus der Mobber, die ihn zunächst isolieren und bedrohen. Schritt für Schritt eskaliert die Spirale der Gewalt, was neben katastrophalen Leistungen gravierende körperliche und psychische Folgen bei Sebastian verursacht. Einer der Horrorschultage löst bei ihm einen „komplizierten Migräneanfall" aus, der sich auf dramatische Weise mit den Symptomen eines Schlaganfalls äußert.

Trotz seiner Probleme wirkt Sebastian auf Mädchen attraktiv. Er verliebt sich in Annika aus der Parallelklasse, aber den Anbahnungsprozess der Teenagerbeziehung überschattet das Mobbing.

Die Konflikte verschärfen sich, sodass Sebastian sich dem Direktor des Gymnasiums anvertraut, der den Ernst der Situation unterschätzt und nicht gegen das Mobbing einschreitet. In der Folge schwänzt Sebastian aufgrund seiner Ängste die Schule.

Als er nach Tagen wieder im Unterricht erscheint, kommt es zu gewalttätigen Ausschreitungen von Teilen der Klasse gegen ihn, sodass er in die Rettungsstelle eingeliefert werden muss. Dort fasst Sebastian den Entschluss, die Schule in der neunten Klasse zu schmeißen und eine Lehre als Koch zu beginnen.

Nach den traumatischen Ereignissen offenbart sich Sebastian seinen Eltern,  die seinen Plan,  eine Ausbildung zu beginnen,  nicht akzeptieren. Die Mutter drängt ihn stattdessen zu einer Therapie der Schulangst beim Psychiater. Ihr Kampf gegen das Mobbing scheitert am Schulapparat und an den Eltern der Täter.

Bereits während der  zweiten Sitzung beim Psychiater eskaliert die Situation,  weil der Arzt Sebastian zur Therapie der Schulangst in eine psychiatrische Klinik einweisen will. Er flüchtet von zu Hause, als seine Mutter ihn zu der Maßnahme zwingen will.

Asyl findet Sebastian bei Annika, zu der inzwischen eine Liebesbeziehung  besteht. Sie überzeugt ihn von der Sinnhaftigkeit eines dritten Weges.

Wie dieser Weg aussieht und wie die Geschichte ausgeht,das wollen wir hier noch nicht verraten ...

Leseprobe aus dem Buch "Frühaussteiger":

Erik D. Schulz: Frühaussteiger (Mobbing an Schulen)Die Nacht vor meinem ersten Schultag an der Friedrich-Dieffenbach-Oberschule verlief miserabel. Unruhe und Albträume plagten mich so, dass ich mein Laken schweißdurchtränkt an die Wand quetschte.

Als mich der Wecker aus dem Schlaf riss, sah ich am rechten Augenrand ein grelles, sich wie ein Kaleidoskop drehendes Licht. Ich hatte in kein Stroboskop geschaut, sondern so begannen regelmäßig meine Migräneattacken.

Ich wusste: Jetzt würden hämmernde Kopfschmerzen folgen und eine Übelkeit, die nicht selten zu schwallartigen Kotzanfallen führte. Schon der Gedanke, die Vorhänge beiseite zu ziehen und Sonnenlicht in den Raum fluten zu lassen, bereitete mir Qualen.

„Basti", rief meine Mutter aus der Küche, „du musst endlich aufstehen!" „Ich kann nicht", stöhnte ich und zog mir die Bettdecke bis zur Stirn, „hab Migräne."

„Das geht heute gar nicht", brauste sie mit ihrer hellen Stimme auf, nachdem sie in Sekundenbruchteilen in mein Zimmer geflogen war. „Ich habe einen Höllentag in der Klinik vor mir und du deinen Einstand. Da führt kein Weg dran vorbei!"

Sonst erlaubte sie mir, an Kopfschmerztagen zu Hause zu bleiben, was die Anfälle oft schnell besserte. Am erträglichsten verliefen sie, sobald Mum ebenfalls freinehmen konnte.

„Das kannst du mir auch netter sagen", protestierte ich mit einem Kloß im Hals. Müssen Mütter sich eigentlich immer hysterisch benehmen und schon am frühen Morgen Stress machen?

„Hast ja recht, mein Schatz", versuchte sie mich zu beschwichtigen, „aber der erste Tag am neuen Gymnasium ist so wichtig für dich. Wir müssen das jetzt irgendwie gebacken bekommen.

Ich hole dir zwei Paracetamol und ein Zäpfchen gegen die Übelkeit. Meinst du nicht, so wird es gehen?"

„Vielleicht", brachte ich hervor, während sie bereits in die Küche rannte, um den Medikamentencocktail zu beschaffen. Als sie wiederkam, setzte sie sich auf den Bettrand, tätschelte mir die Wangen und flößte mir die Tabletten ein.

Ich würgte sie hinunter. Auf das Zäpfchen verzichtete ich, weil ich es verabscheue, mir was in den Arsch zu schieben.

„Ich wünsche dir einen tollen ersten Tag, mein Schatz", versuchte sie mir Mut zuzusprechen. Dann stand sie auf. Doch ich zog an ihrer Bluse.

„Noch nicht", bettelte ich. Sie wandte sich wieder zu mir um, dabei fiel ihr brünettes Seidenhaar auf ihr jung gebliebenes, aber sorgenvolles Gesicht. Wir drückten uns, und ich kämpfte mit den Tränen.

Es kostete mich an diesem Tag wirklich Überwindung, unser Haus in Pankow zu verlassen. Nicht nur wegen der Migräne. Ehrlich gesagt: Ich hatte Angst, am Elitegymnasium FDO als Außenseiter dazustehen, weil es mir als introvertiertem Typen schwerfiel, auf andere Leute zuzugehen und mich in eine neue Umgebung einzugewöhnen.

Meine wenigen Freunde waren in meinem alten Wirkungskreis Köpenick geblieben. Der Bezirk liegt zwar in derselben Stadt, nämlich Berlin, allerdings sind Köpenick und Pankow so verschieden wie Venus und Mars und ungefähr ebenso weit voneinander entfernt.

Ich fühlte mich hier überhaupt nicht zu Hause und bedauerte, dass mir nicht mal meine wunderliche Stiefschwester Sophie während des Schulwegs zur Seite stand. Nur Gott weiß, warum sie ausgerechnet heute eine Stunde vor Unterrichtsbeginn in der Anstalt sein musste.

So zitterte und bibberte ich ein paar Minuten später alleine vor der gewaltigen Eichentür der Friedrich-Dieffenbach-Oberschule, obwohl es mitten im August war. Die Tür kam mir vor wie das Tor zu einer Festung ...

Die ganze Leseprobe findest du im PDF-Format auf der Website von Erik D. Schulz >>>

Zum Hintergrund des Buches:

Erik D. Schulz: Frühaussteiger (Mobbing an Schulen)Bei Frühaussteiger handelt es sich um einen Jugend-Roman, der Mobbing an Schulen thematisiert. Das geschieht nach gründlicher Recherche mit psychologischer Präzision und einem 15 jährigen Ich-Erzähler, der mit seinem intensiven Stil den Leser fesselt.

Neuntklässler Sebastian, durch den Tod seines Vaters und einen Schulwechsel in eine Krise getrieben, hält dem Druck von mobbenden Mitschülern, Lehrern und des Bildungssystems nicht länger stand. Er beschließt, die Schule zu schmeißen und eine Lehre als Koch zu absolvieren.

Seine Entscheidung ruft massive Widerstände hervor. Statt Archäologie-Wunschstudium droht das gesellschaftliche Abseits eines an sich ganz normalen Jugendlichen.

Das Buch kommt weitgehend ohne die Schilderung von Exzessen aus. Die Beschreibung sehr realistischer Situationen und Settings ermöglichen dem Leser ein hohes Maß an Miterleben und Empathie für den Protagonisten.

Martin Urbanek


Mobbing an Schulen: Das Experiment gegen die Ausgrenzung - Teil 1 (ProSieben)

Mobbing führt an deutschen Schulen zu immer größeren Problemen. Der Anti-Gewalt-Trainer Carsten Stahl möchte mit seinem Sozialexperiment "Cross the Line" darauf aufmerksam machen und zwischen Mobbern und deren Opfern vermitteln.

Veröffentlicht am 27. 04. 2017; Dauer: 09:03

Mobbing an Schulen: Das Experiment gegen die Ausgrenzung - Teil 2 (ProSieben)

Veröffentlicht am 30. 04. 2017; Dauer: 08:48

Mobbing an Schulen: Doku (Mobbing in Sozialen Medien)

Veröffentlicht am 22. 09. 2014; Dauer: 43:10


Was ist Mobbing an Schulen?

Erik D. Schulz: Frühaussteiger (Mobbing an Schulen - Statistik)Eine Sonderauswertung der PISA-Studie 2015 zueigt, dass etwa 20 Prozent der Schüler/innen im Jugenlichenalter zumindest ein paar Mal pro Monat in der Schule gemobbt werden. (1)

Mobbing hat es schon immer gegeben. Neu ist nur der Begriff dafür, der aus dem Englischen (mob = Pöbel, anpöbeln) abgeleitet ist.

Was ist Mobbing und was ist es nicht?

Wenn zwei gleich starke Schüler miteinander streiten oder raufen, oder wenn einzelne vorübergehende Konflikte vorkommen, so ist das kein Mobbing. Kinder sollen lernen, Konflikte auszutragen, sich durchzusetzen und nachzugeben. Konflikte gehören zum Alltag und sind eine Möglichkeit, die eigenen Grenzen und die Grenzen anderer kennen und respektieren zu lernen.

Mobbing bietet keine solchen Möglichkeiten! Wir sprechen von Mobbing dann (und nur dann), wenn negative, andere schädigende, abwertende, beschämende, erniedrigende, beleidigende ... Handlungen

* über einen längeren Zeitraum,
* ganz systematisch gegen eine bestimmte Person und
* immer und immer wieder, bei jeder sich bietenden Gelegenheit getätigt werden.

Erik D. Schulz: Frühaussteiger (Mobbing an Schulen)Das Ziel von Mobbing ist die soziale Ausgrenzung. Mobbing ist kein Problem eines Einzelnen, sondern ein soziales (gesellschaftliches, beziehungs- und gruppendynamisch).

Mobbing ist Erhöhung durch Erniedrigung. Einer oder mehrere erhöhen sich, indem sie einen anderen erniedrigen.

Mobbing fängt meist harmlos an: Es gibt einzelne Meinungsverschiedenheiten, die häufen sich, dann geht es zunehmend weniger um Inhalte, sondern um die eine Person, immer mehr SchülerInnen werden in die Konfl ikte einbezogen. Ein Machtungleichgewicht entsteht. Ein Kind hat Macht über ein anderes, das sich nicht wehren will oder kann und für das eine Konfliktlösung aus eigener Kraft nicht mehr möglich ist.

Vorurteile werden geschürt, ein Feindbild wird geschaffen. Das verletzende und demütigende Verhalten läuft verdeckt und/oder offen ab, mit der Absicht, den Unterlegenen zu schädigen. Die Abwertung, die Erniedrigung wird zum Alltag. Die Betroffenen werden entmenschlicht und ausgegrenzt. Zunächst aus der Clique oder Gruppe, dann aus der Klasse, schließlich aus der Schule.

Mobbing ist keine Kleinigkeit. Es besteht aus vielen „scheinbaren“ Kleinigkeiten. Sieht man die einzelnen Mobbinghandlungen allerdings in ihrer Gesamtheit, wird klar, welches Leid es verursacht.

Mobbing hat Folgen für alle Beteiligten. Mobbing schwächt den Selbstwert, erniedrigt, macht hilfl os und isoliert. Es zerstört das Vertrauen in zwischenmenschliche Beziehungen.

Mobbing kann bei den Betroffenen zu Konzentrationsproblemen, Leistungsabfall, zu Schulangst und zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Mobbinghandlungen können die Entwicklung eines Kindes beeinträchtigen, das Immunsystem schwächen, Schlafstörungen verursachen und bis zum Suizid führen ... (2)

* Die gesamte Elternbroschüre "Was tun bei Mobbing an der Schule?" kann als PDF auf der Website der Kinder- und Jugendanwaltschaft OÖ heruntergeladen werden >>>

Quellen:

(1) kurier.at (19.04.2017): Mobbing an Schulen: Jeder Fünfte wird schikaniert

(2) Kinder- und Jugendanwaltschaft OÖ: Was tun bei Mobbing an der Schule - Informationen für Eltern


Mobbing an Schulen - Beratungsstellen

Deutschland: Werner Ebner, Gutenbergstr. 9, 2585 Riederich
Mobbing an Schulen, Beratung

Österreich: Bundesministerium für Bildung, Abteilung Schulpsychologie-Bildungsberatung; Schulinformation; Minoritenplatz 5, 1014 Wien
Mobbing an Schulen, Beratung


Crystal - Zu den Sternen fliegen

Ein Jugendroman, der sich des gesellschaftspolitisch hochaktuellen Themas der Crystal-Meth-Abhängigkeit unter Jugendlichen annimmt.

Erik D. Schulz: Crystal - Zu den Sternen fliegen

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