Karina Verlag: Letzte Beiträge

Bis zum Anfang der Zeit

Bis zum Anfang der Zeit (Maria Hertting); erschienen bei Karina VerlagAutorin: Maria Hertting
Herausgeberin: Karin Pfolz
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 160 Seiten
Verlag: Karina-Verlag
Auflage: 1 (2017)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3961113873
Altersempfehlung: 12 bis 15 Jahre

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Klappentext:

Ein spannendes Jugendabenteuer für Kids ab 12 Jahren von Maria Herrting mit Illustrationen von Esmiee Stadie.

Ferien in den Alpen ... Langeweile vorprogramiert. So jedenfalls denkt Leon. Auch Emma und Malte tragen nicht zur Besserung der Laune bei. Bis zum Auffinden des Bergkristalls, der besondere Kräfte ikn sich birgt. Ein großes Abenteuer - eine Reise in die Vergangenheit - beginnt.

Immer weiter in der Geschichte zurück führt sie der Kristall. Die jugendlichen durchreisen Erdzeitalter um Erdzeitalter, erleben hautnahm die Zeit, in der die Dinosaurier den Planeten bewohnten und begreifen, dass diese Reise durch Zeit und Raum sie soweit zurückführt, bis es keine Lebensbedingungen für Menschen mehr gibt.

Wird ein sprechender Kristall sie zurück in die Gegenwart bringen? Gibt es ein Zurück?

Gesicht Zeigen, gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus und rechtsextreme Gewalt, dies wollen die Autoren von MyStorys.

Gemeinsam machten sie sich auf den Weg und verfassten Kurzgeschichten, Drabbles, Briefe und Gedichte für Groß und Klein zum Thema „Heimat ist, wo dein Herz schlägt“.

Die Autoren verzichten auf jegliches Honorar, so dass der Nettoerlös vollständig an "Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland e.V." geht.

 

Ebenso wurde das selbstgemalte Coverbild von Andrea Minutillo kostenlos zur Verfügung gestellt.

Mehr Infos: http://www.karinaverlag.at/products/heimat-grenzenlos/

Gesicht Zeigen, gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus und rechtsextreme Gewalt, dies wollen die Autoren von MyStorys.

Gemeinsam machten sie sich auf den Weg und verfassten Kurzgeschichten, Drabbles, Briefe und Gedichte für Groß und Klein zum Thema „Heimat ist, wo dein Herz schlägt“.

Die Autoren verzichten auf jegliches Honorar, so dass der Nettoerlös vollständig an "Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland e.V." geht.

 

Ebenso wurde das selbstgemalte Coverbild von Andrea Minutillo kostenlos zur Verfügung gestellt.

Mehr Infos: http://www.karinaverlag.at/products/heimat-grenzenlos/

Über die Autorin Maria Hertting:

Maria Hertting (Autorin)Maria Hertting - gebürtige Berlinerin - adoptierte nach dem tragischen Tode ihres Mannes, im Jahre 2004 ihren Sohn Christopher, der damals 4 Tage alt war.

Kindern galt schon immer ihre ganze Liebe. Das Zitat des Lyrikers Jean-Paul: "Kinder und Uhren soll man nicht ständig aufziehen, man muss sie auch gehen lassen", hat sie stark beeindruckt und sie immer wieder daran erinnert, dass Kinder keine kleinen Erwachsenen sind, sondern Raum brauchen, sich zu entfalten.

Ihre Liebe zu Kindern hat sie den Beruf der Lehrerin wählen lassen. Bis vor Kurzem unterrichtete sie an einer Gesamtschule Biologie und Chemie. Nach der Adoption ihres Sohnes reduzierte sie ihre Arbeitszeit schrittweise und lebt heute nur noch für Christopher und ihre zweite Passion, die Schriftstellerei, die sich schon in sehr früher Kindheit herauskristallisierte.

Ihre beiden leiblichen Kinder sind inzwischen erwachsen und leben ihr eigenes Leben.

Bücher sollen spannend oder humorvoll sein und den Leser mit auf eine Reise nehmen. Ihre Aufgabe ist es, ihn aus der realen Welt in das Reich der Fantasie zu entführen. Maria Hertting wünscht sich, dass die Leser beim Lesen genauso gefesselt sind, wie sie beim Schreiben war.

Maria Hertting über sich selbst:

Maria Hertting (Autorin)Schon in meiner Kindheit entdeckte ich die Liebe zum Schreiben. Es entstanden Geschichten und Erzählungen, auch ein Theaterstück.

Nach einem Studium der Pädagogik arbeitete ich an einer Gesamtschule als Lehrerin für Biologie und Chemie und betreute Schüler und Schülerinnen bis zum Abitur. Der Beruf ließ mir nicht viel Zeit zum Schreiben.

Als mein Mann starb, verarbeitete ich meine Trauer, indem ich Gedichte schrieb. Eines wurde in der Adventszeit 2013 von der Brentanogesellschaft im Jahrbuch der Frankfurter Bibliothek veröffentlicht.

Ich habe zwei erwachsene Kinder. Drei Jahre nach dem Tode meines Mannes flog ich mit meiner Tochter über den Atlantik, um mein drittes Kind in Empfang zu nehmen.

Seit einiger Zeit widme ich mich nur noch meinem Sohn und meiner zweiten Passion, dem Schreiben.
Quelle: http://www.mariahertting.de/?page_id=11

Schreiben übte schon immer eine Faszination auf mich aus, der ich mich nicht entziehen konnte und kann. Ich liebe es, Gedanken in Worte zu fassen. Das Programm, das in meinem Kopf abläuft, kann auf diese Weise andere Menschen erreichen und zu einer virtuellen Realität werden. Das hoffe ich jedenfalls.

Es stimmt schon: Liest man ein Buch, dann spielt sich so etwas wie Kino im Kopf ab. Ich hoffe, dass die Begeisterung, die ich selbst beim Schreiben empfinde, auch auf meine Leser übergeht.
Quelle: https://www.lovelybooks.de/autor/Maria-Hertting

Leseprobe:

Die Buchholzens

Ich hatte einen ätzenden Abend und eine öde Nacht hinter mir. Nun saßen wir am Frühstückstisch, und das Brötchen blieb mir fast im Halse stecken, als die Mutter vom Nebentisch sagte: „Wollen wir heute nicht was gemeinsam unternehmen?“

Wie jetzt? „Au ja!“, rief Emma begeistert und rutschte auf ihrem Stuhl hin und her. Sie war doch mindestens Zehn, wenn nicht gar Elf, benahm sich aber wie ein Ikea-Kind.

Die Alten beschlossen, dass wir auf den Hausberg gehen. Das ist der Hügel, der sich hier so imposant emporreckt und uns nachmittags dieSonne klaut. Die Straße, die wir vom Bahnhof bis hier gefahren sind, verläuft immer weiter den Berg hinauf bis zum Gipfelkreuz.

Protest nutzte nichts. „Du kommst mit“, bestimmte Mama. Ich kann nicht mehr zählen, wie oft ich diesen Weg schon gegangen bin. Ich wollte es schnell hinter mich bringen und lief voran.

Der Abstand zur sabbelnden Masse vergrößerte sich immer mehr. Plötzlich hörte ich hinter mir ein Keuchen und ein Trippeln von kleinen Füßen: Emma.

„Warte mal“, wimmerte sie. Ich blieb stehen, bin ja kein Antreiber. Sie holte mich ein und versuchte mit mir Schritt zu halten.

„Was gibt’s denn da oben zu sehen?“, fragte sie in ihrer naiven Art. „Jesus am Kreuz“, quetschte ich zwischen den Zähnen hervor.

„Wirklich?“ „Man, bist du Stulle. Hast du noch nie ein Gipfelkreuz gesehen?“ Mensch war die bildungsfern.

„Weiter nichts?“ „Wenn du Glück hast und dein Blick nicht vernebelt ist, siehst du von oben die Modelleisenbahnlandschaft.“

„Du bist nicht gern hier, oder?“ „Kann mir was Schöneres vorstellen.“

Emma schwieg eine Weile. Aber lange hielt sie das nicht durch.

„Gibt es hier noch wilde Tiere?“, fragte sie. „Meinst du Bären oder Wölfe?“ Sie sah mich an und die Angst schrie aus ihrem Gesicht heraus.

„Ja“, sagte ich, ohne ihre Antwort abzuwarten. „Vor nicht allzulanger Zeit gab es hier einen Bären, der hieß Bruno. Den mussten die Jäger erschießen.

“Ich verriet ihr nicht, dass dieser Bär in einer ganz anderen Gegend der Alpen gesichtet worden war. Sollte sie ruhig glauben, dass es hiergefährlich war.

„Wenn einer da war, gibt es vielleicht noch andere“, fiel ihr ein. Unwillkürlich ging sie einen Schritt auf mich zu und griff nach meiner Hand. Erst wollte ich mich losreißen. Aber dann überkam mich ein Gefühl, als wäre ich ihr großer Bruder, der sie beschützen musste.

Leider habe ich keine Geschwister. War wohl so eine Art Wunschdenken von mir. Eine Weile gingen Emma und ich Hand in Hand weiter. Das war einerseits komisch und ungewohnt, andererseits aber auch schön, und ich wusste nicht einmal warum.

Dann rief meine Mutter von hinten: „Bleibt mal stehen. Wir machen eine Rast.“

Das passte mir zwar nicht. Ich fügte mich aber und setzte mich mit Emma auf einen großen Stein am Wegesrand. Zum Glück konnte ich sie noch davon überzeugen, ihre Hand aus meiner zu nehmen, keinen Augenblick zu früh, denn schon kam das Rudel.

Malte ließ sich keuchend auf einen anderen Findling fallen. Mit seinem Wanderstock benahm er sich wie ein Frührentner, der es noch einmal wissen will.

Mama befand sich noch immer im Gespräch mit den Buchholzens und bemerkte mich kaum. Ich konnte nur eins denken: Drei Wochen Urlaub zusammen mit Malte und Emma. Abends würde Mama mir vorschwärmen, wie nett die Familie doch sei und wie gut wir Kinder zusammen harmonierten.

Ich musste das Beste daraus machen. Ich hatte Mama ja mein Wort gegeben.

„Habt ihr das gesehen?“, schrie Frau Buchholz. „Was?“, grölte Malte. „Na, da unten im Tal, den Chiemsee. Ist er nicht schön?“

Wie ätzend. Ich hatte schon geglaubt, diese Stadtindianer würden ihn nie sehen. „Schon tausendmal“, meinte ich gelangweilt.

Malte blieb der Mund offen stehen. „Der ist ja größer als ich dachte.“ „Ist ja auch der Rest eines Gletschers aus der letzten Eiszeit, du Dödel“, belehrte ich ihn.

Die Buchholzens konnten sich nicht sattsehen. Sie fotografierten und schnatterten und fotografierten wieder. Nach gefühlten Ewigkeiten gingen wir endlich weiter. Ich hatte schongedacht, dass die hier Wurzeln schlagen wollten.

Wir brauchten bis zum Gipfel, den man gut in einer dreiviertel Stunde erreichen kann, ganze zwei Stunden. Oben angekommen, betrachtete ich die Landschaft durch mein Fernglas. Malte gesellte zu mir. Zuerst schlich er wie ein Kater um mich herum, fehlte nur noch, dass er miaute, sich an meinen Hosenbeinen rieb und schnurrte, dann blickte er sich nach allen Seiten suchend um.

Bis zum Anfang der Zeit (Maria Hertting); erschienen bei Karina VerlagAls er sah, dass die Erwachsenen weit entfernt auf einer Bank chillten und Emma verzweifelt versuchte, ein Edelweiß zu finden - hier, in 1700 Metern Höhe, flüsterte er mir zu: „Ich habe etwas abseits vom Weg eine Höhle gesehen. Sie liegt ganz versteckt hinter einem Gestrüpp.“

„Ach ja? Und die hast ausgerechnet du gefunden? Mensch: Weißt du nicht, dass ich diesen Berg schon hundertmal bestiegen habe? Ich kenne jedes Steinchen hier. Weit und breit nichts von einer Höhle.“

„Blinder Maulwurf“, lachte er mich aus. „Ich habe sie entdeckt, als ich mal musste. Ich habe euch vorangehen lassen. Kaum wart ihr ausmeinem Blickfeld verschwunden, bin ich zu einem Gebüsch. Ich schob die Zweige zur Seite und sah einen Höhleneingang.“

„Was für ein Bart ist das denn? Du quatschst mir hier die Mailbox voll. Willst du mich auf die Rolle schieben?“

„Nein, es stimmt. Wenn du willst, zeige ich sie dir, wenn wir nach Hause gehen. Du musst nur irgendwie meine Schwester loswerden. Die klebt an dir wie Spucke. Die Alten sind kein Problem. Die sind so mit sich beschäftigt, dass sie nicht mal merken würden, wenn wir abhauen.“

Unsere Empfehlung:

Mit dem JugendbuchBis zum Anfang der Zeit (Maria Hertting); erschienen bei Karina Verlag „Bis zum Anfang der Zeit“ ist Maria Herrting eine überaus spannend geschriebene Fiction-Erzählung gelungen. Auf ihrer lehrreiche Reise in die Vergangenheit geleitet die Biologielehrerin jugendliche Leser/innen durch mehrere Perioden der Erdgeschichte und macht sie mit längst versunkenen Landschaften sowie deren Flora und Fauna vertraut.

Der Abenteuertrip wird durch durch professionelle und fantasievoll gestaltete Bilder von Esmiee Stadie begleitet und macht das Werk zu einem eindrucksvollen Leseerlebnis für Jung und Alt.

Martin Urbanek


Bis zum Anfang der Zeit (Buchtrailer)

Veröffentlicht am 04. 06. 2017; Dauer: 1:44


"Heras Kinder": Ein Jugendroman von Maria Hertting
(Karina Verlag 2017)

Heras Kinder (Maria Hertting); Karina Verlag 2017

Weitere INFOs zu "Heras Kinder" auf dieser Website >>>

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