Karina Verlag: Letzte Beiträge

Joe Farmer

Leopold Fröhlich: Joe Farmer (Karina Verlag, 2017)Autor: Leopold Fröhlich
Format: Taschenbuch; 14,6 x 21,1 cm
Seitenanzahl: 124 Seiten
Verlag: Karina Verlag
Auflage: 1 (Mai 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN:
978-3961119288
Altersempfehlung: Ab 16 Jahre

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Klappentext:

Josef Bauer, 36 Jahre alt, Schokorosinenliebhaber und Journalist einer Regionalzeitung der Kleinstadt Tulln, steht vor der Scheidung.

Eines Morgens erwacht er im falschen Hosenbein der Zeit - laut Physiker Robert Horwarth verursacht durch das rätselhafte Phänomen der "zeitgelösten Verschlafens", das einen Wechsel der Zeitlinien nach sich zog. Josef - ungewollt in einer Parallelzeit gestrandet - lebt, liebt und arbeitet dort nun unter der Identität des "Joe Farmer".

Seine einzige vage Hoffnung, jemals wieder in "sein" Hosenbein der Zeit zurückzukehren, ruht auf den Schultern Professor Brwons an der Columbia University in New York. Wird Josef Bauer - alias Joe Farmer - wieder in eine Welt zurückkehren können? Und wenn - wird er es dann noch wollen?

Über den Autor Leopold Fröhlich:

Leopold Fröhlich (Autor)Leopold Fröhlich lebt in Stockerau, Niederösterreich. Joe Farmer ist sein erstes veröffentlichtes Buch.

Begonnen hat Fröhlich mit Gedichten in Mundart, welche vor allem im Freundeskreis gut ankamen, jedoch nie für die Öffentlichkeit geplant waren.

2016 begann der Autor Kurzgeschichten zu schreiben und schaffte es, dass diese Werke in die Anthologien des Karina-Verlagsaufgenommen wurden. Auf Anraten der Verlegerin schrieb Fröhlich seinen begonnenen Roman Joe Farmer fertig, der nun als sein Debutwerk seine Leser/innen finden wird.

 

Leseprobe aus dem Buch "Joe Farmer":

JOSEF

Leopold Fröhlich: Joe Farmer (Karina Verlag, 2017)Loslassen ... Josef erwachte aus einem unruhigen Schlaf und ordnete seine Gedanken. Seine Frau Adele wollte ihn verlassen und das bereitete ihm großen Stress. Nun lag er mit hinter dem Kopf verschränkten Armen im Bett und dachte an den Beginn seiner Ehe.

Vor zwölf Jahren hatte er seine Frau bei einer Flandballlandesmeisterschaft kennengelernt. Ihr Team spielte gerade in der Nachbarortschaft um den Titel. Josef war als junger Journalist einer Regionalzeitung für den Sportteil verantwortlich, schrieb über alle wichtigen Sportereignisse in seinem Bezirk. So auch über das Damenhandballmatch, in dem Adele den entscheidenden Treffer erzielte.

Josef, der von der sportlichen jungen Frau sofort begeistert war, lud sie zu einem Interview ein. Sie verstanden sich hervorragend, dies nutzte er und verlängerte das »Interview« mit einem anschließenden gemeinsamen Drink. Die beiden trafen sich von da an regelmäßig, aus Freundschaft wurde Liebe.

Zwei Jahre später heiratete Josef die große, blonde Sportlerin. Leider blieb die Ehe kinderlos. Adele lebte nur für ihren Sport, nach ihrer Karriere als Teamspielerin wurde sie Jugendtrainerin der Mädchenmannschaft, die sie mit ihrem Engagement zur Tabellenspitze führte.

Josef rieb sich verschlafen die Augen und blickte kurz auf seinen auf dem Nachttisch stehenden Wecker. Er war noch so durcheinander, dass er die Zeit kaum wahrnahm. Die Sorgen um seine Ehe hatten ihn, wieder einmal aus dem Schlaf gerissen.

»Loslassen«, dieses Wort ging ihm immer wieder in seine Gedanken. Wohl hatte er einen Traum gehabt, der damit zu tun hatte, mit diesem Loslassen, doch er konnte sich einfach nicht erinnern.

Irgendetwas war anders an diesem heutigen Morgen, nur konnte er noch nicht ausmachen, was es war. Aber vielleicht waren es auch nur seine Nerven. Die Tatsache, dass Adele nicht im Bett war, war nichts Neues für ihn.

Es war noch sehr früh am Morgen, dennoch beschloss Josef, um nicht nochmals einzuschlafen, aufzustehen und sich ein kräftiges Frühstück zu gönnen. Die Sonne blinzelte schon durch die Gardinen und malte Schatten auf den Parkettboden. Eine Schale starker Kaffee würde ihm ganz besonders guttun.

Er marschierte in die Küche, bereitete sich Kaffee zu und schlug ein paar Eier in die Pfanne. Während sein Frühstück auf dem Herd stand, ging er zur Tür, um seine Tageszeitung zu holen.

Doch als er die Tür öffnete, konnte er keine finden. Weder im Briefkasten noch auf der Türmatte. Kopfschüttelnd ging er zurück ins Haus, denn dies war noch nie vorgekommen.

Josef stellte einfach die Pfanne auf den Tisch, ohne einen Teller zu holen und gönnte sich sein Männerfrühstück. Ein paar Schokorosinen rundeten sein Mahl ab. Diese Rosinen waren seine große Leidenschaft, er war richtig süchtig nach ihnen - immer hatte er diese griffbereit.

Er hatte Zeit genug, da er sich einige Tage Urlaub genommen hatte, damit er die Scheidungsangelegenheit mit seinem Anwalt in Ruhe vorbereiten konnte. Zum Glück war dieser gleichzeidg ein Freund, der ihm seine Hilfe angeboten hatte.

Sein Chef, Mag. Viktor Hausmann, hatte vollstes Verständnis dafür, dass er zu Hause blieb, da er ohnehin mit seinen Sorgen nicht voll bei der Sache sein könne. Da er ihn schon lange kannte und als äußerst zuverlässigen Mitarbeiter schätzte, wusste er auch, dass Josef in Kürze wieder für die Zeitung Berichte schreiben würde.

Josef suchte aus seinen Ordnern einige Dokumente, die er für den Anwalt benötigte, heraus, die er sorgfältig in seinen Aktenkofer legte. Um nichts zu vergessen, ließ er sich sehr viel Zeit und überlegte besonders gut, was er einpacken sollte. Nachdem er seinen Koffer fertiggemacht hatte, brachte er ihn in sein Vorzimmer ...

Rezensionen von Leser/innen:

* Im Verlauf der kurzen, aber umwerfend spannenden Text­einheiten, in denen der Autor unser Kopfkino durch­einander­wirbelt, bekommen wir die Geschichte des Josef Bauer erzählt der ungewollt in einer Parallelzeit strandet und dort als Joe Farmer lebt.

* Packende Spannung und unerwartete Wendungen über ein für mich ganz neues Thema. Nur schade, dass dieses Buch so schnell durchgelesen war. Hoffe auf eine Fortsetzung bzw. weitere Bücher.

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