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Das nicht Greifbare: Paranormale Kurzgeschichten

Barbara Siwik: Das nicht Greifbare - Paranormale Kurzgeschichten (Karina Verlag, 2018)Autorin: Barbara Siwik
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 392 Seiten
Verlag: Karina Verlag
Auflage: 1 (März 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3961119257

Altersempfehlung: Ab 14 Jahre, Erwachsene

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Klappentext:

Das Paranormale kann den Menschen schon Angst einjagen. 15 Kurzgeschichten über Gegebenheiten, die jedem von uns passieren können, finden sich in diesem Werk. Spannung ist auf jeden Fall garantiert.

Ob der Leser dann noch ruhig schlafen kann????

Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die sich in jener Grauzone bewegen, von der sich kaum ein Zeitgenosse sicher ist, ob er sie akzeptieren oder ignorieren soll – Heimsuchungen durch das personifizierte Böse, Kontakte mit Geistern, die lebensecht wirken, Zeit- und Raumveränderungen, in die er hineingerät, magische Kräfte, die sein Tun beeinflussen.

Vordergründig ist er stolz auf seinen nüchternen Verstand. Warum wünscht er sich dann insgeheim, einen Blick hinter all jene Dinge werfen zu können, die es eigentlich gar nicht gibt?

 

Die vorliegenden Geschichten – mögen sie nun möglich oder unmöglich, ernst oder heiter sein – sind aus dem Bestreben heraus entstanden, der Vorstellung von einem magisch-phantastischen Weltbild, die so manchen Menschen im Verborgenen begleitet, Nahrung zu geben.

Mehr Infos: https://www.karinaverlag.at/products/das-nicht-greifbare-von-barbara-siwik/

Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die sich in jener Grauzone bewegen, von der sich kaum ein Zeitgenosse sicher ist, ob er sie akzeptieren oder ignorieren soll – Heimsuchungen durch das personifizierte Böse, Kontakte mit Geistern, die lebensecht wirken, Zeit- und Raumveränderungen, in die er hineingerät, magische Kräfte, die sein Tun beeinflussen.

Vordergründig ist er stolz auf seinen nüchternen Verstand. Warum wünscht er sich dann insgeheim, einen Blick hinter all jene Dinge werfen zu können, die es eigentlich gar nicht gibt?

Die vorliegenden Geschichten – mögen sie nun möglich oder unmöglich, ernst oder heiter sein – sind aus dem Bestreben heraus entstanden, der Vorstellung von einem magisch-phantastischen Weltbild, die so manchen Menschen im Verborgenen begleitet, Nahrung zu geben.

Über die Autorin Barbara Siwik:

Barbara Siwik (Autorin)Barbara Siwik verbrachte ihre Schulzeit von 1945 bis 1957 in Falkenberg/Elster und Herzberg/Elster. Eigentlich sollte es nach dem Abitur mit einem Germanistikstudium weitergehen, aber - der Mensch denkt sich etwas und Vater (DDR-)Staat denkt anders.

Eine sozialpädagogische Ausbildung auf kirchlicher Ebene (FS) in Berlin machte aus ihr eine gangbare Erzieherin, zuerst in einem christlichen Kinderheim in Calbe/Saale, später in einem christlichen Kindergarten in Halle/Saale.

Wer heiratet bekommt in der Regel Kinder und die brauchen Zuwendung: Nach der Tätigkeit als Erzieherin folgte eine mehrjährige Karriere als Hausfrau und zeitgleich als Fernstudentin an der Fachschule für Bibliothekare in Leipzig.

Noch vor Abschluss des Studiums erhielt sie eine Stelle als Bibliothekarin in der Stadt- und Kreisbibliothek Merseburg und wurde von 1990 bis 1999 deren Leiterin. Während dieser Zeit veröffentlichte sie gelegentlich fachbezogene Artikel, erst im Ruhestand begann sie zu schreiben, anfangs Lyrik, später auch Erzählungen.

Gedichte von ihr erschienen in zahlreichen Anthologien, darunter einige in italienischer Sprache (Antologia "Oltre le nuvole", Sanremo 2003; Antologia "diVersi nel Vento", Marcerata 2006; Antologia "La parola sensuale, Marcerata 2007). Ebenfalls in Anthologien erschienen Märchen, Kriminalerzählungen und Fantasy-Geschichten.

In ihren Gedichten bevorzugt die Autorin philosophische und zeitbezogene Themen, versteht sich aber auch auf humoristische und satirisch-kritische Töne. Ihre Erzählungen bewegen sich oft am Rand der Wahrheit, d.h. die Grenze zwischen Möglichem und Nichtmöglichem gestaltet sich fließend.

Bei gegenwartsbezogenen Prosatexten fließen meist Episoden aus dem immerhin viele Jahrzehnte langen Leben der Autorin ein, oft wahrheitsgemäß, zumindest aber nur wenig verfremdet. Märchen spinnt sie aus dem Zwirn, den der Teufel wachsen lässt und den Tränken, welche die Hexen brauen, die nicht immer die Bösen sein müssen.

2007 veröffentlichte sie gemeinsam mit Wolfgang Reuter im Schmökerverlag Garbsen ein Bändchen politisch-satirischer Gedichte unter dem Titel "High-matt-Land". 2010 erschien im Fhl-Verlag Leipzig ein Fantasy-Roman der Autorin unter dem Titel  "Das Erbe des Casparius". Das Buch wurde in 2015 vom Sarturia-Verlag Unterensingen neu verlegt und kurz darauf erschien im gleichen Verlag der zweite Band der Geschichte "Das Buch der magischen Sprüche" (Lesealter ab 12).

Im Oktober 2015 folgte der Familienroman"Wohin du gehen wirst".

Im September 2016 erschienen im Karina-Verlag, Wien gesammelte Märchen unter dem Titel "Die Märchenweberin".

Barbara Siwik ist Mitglied des Verbandes deutscher Schriftsteller Sachsen-Anhalt.

Die Anthologie "Drachenstarker Feenzauber" erhielt in 2007 den Deutschen Phantastik-Preis. Beitrag der Autorin "Die Ausreißerin".

Quelle: http://www.literaturport.de/Barbara.Siwik/

Leseprobe aus "Das nicht Greifbare: Paranormale Kurzgeschichten":

DER DENKZETTEL

Barbara Siwik: Das nicht Greifbare - Paranormale Kurzgeschichten (Karina Verlag, 2018)Man schrieb das Jahr des Herrn 1022. Es war Winter, kalt und dunkel. Die es einrichten konnten, blieben hinter dem Ofen hocken, es sei denn, sie froren aus Mangel an Feuerholz oder zur Ehre des Himmels, weil sie Armut gelobt hatten.

Coelestina, die Pförtnerin des Benediktinerinnenklosters zu Kaufungen, gehörte zu den letzteren. Soeben stolperte sie bibbernd über den verschneiten Klosterhof, vorbei an den Mauern der fast vollendeten neuen Kirche, die finster in den Himmel ragten. Sie war wegen eines unverhofft eingetroffenen Gastes wieder mal viel zu spät dran. Aus der Kapelle wehte ihr der Singsang der Nonnen entgegen, die längst mit der Komplet - dem Abendgebet - begonnen hatten.

Es ließ sich nicht verhindern, dass die Kapellentür bei Coelestinas Eintritt quietschte. Für Bruchteile eines Augenblicks stockte der Gesang, aber nur die Äbtissin hob missbilligend den Kopf.

„Wenn sie doch mit sich selbst so streng umginge“, dachte die Pförtnerin unwillig und huschte zum letzten Platz rechts im Gestühl. Wer sich verspätete, musste zur Buße während der Gebete stehen. Das war zwar ermüdend, aber im Winter durchaus auch ein Vorteil: Man vermied die Berührung mit dem von Raureif überzogenen Holz. Zudem konnte man den Blick unter dem Schleier hervor unauffällig schweifen lassen.

Während Coelestina also fromm die in jahrelanger Übung auswendig gelernten Texte betete und sang, spähte sie in die Dunkelheit der Kapelle hinein. Dort zeichnete sich, außerhalb des Lichtkreises der Kerzen kaum wahrnehmbar, ein Schatten ab. Das konnte nur der  Benediktiner sein, den sie vor einer knappen Stunde durch die Klosterpforte eingelassen hatte. Merkwürdig, dass er noch vor ihr hier war, obgleich sie ihn doch gerade erst im Gäste-Dormitorium* verlassen hatte.

’Der Böse reitet schnell’ hörte sie die Großmutter daheim in der Kate krächzen und vermutlich ritt der Satan auch tatsächlich gelegentlich in Gestalt mancher Edlen aufgeputzt über den Klosterhof, aber gewiss scheute er Weihwasser und betrat keine Kirche. Vielleicht hätte sie trotzdem darauf bestehen sollen, dass der Mönch ihr Namen und Herkunft nannte. Stattdessen hatte sie nur gefragt, ob er in Ordensangelegenheiten unterwegs sei und sich mit einem Nicken von seiner Seite zufriedengegeben.

Sei’s drum! Hier im Kloster galt das Gesetz: Verwehre keinem Zuflucht, der zu später Stunde anklopft! Also hatte sie den Mönch ins Gäste-Dormitorium geführt, ihm ein Lager für die Nacht bereitet und sich, weil die Kellermeisterin Solongia inzwischen bereits zum Gebet war, auch noch um eine Mahlzeit für ihn gekümmert - Wasser, Brot und Zwiebeln.

Während dieser Zeit war kein einziges Wort zwischen ihnen gefallen; aber was gab es denn schon mitzuteilen?

Coelestinas Blick glitt zur Äbtissin hinüber. Von deren Gesicht war wegen des Schleiers nicht viel zu erkennen, so viel jedoch schien sicher: Frau Udas Gedanken waren nicht beim Gebet, denn sie bewegte die Lippen nicht. Der Gast konnte daran nicht Schuld haben, denn sie wusste noch gar nichts von ihm.

Erst morgen würde sie von seiner Anwesenheit erfahren, weil zwischen dem Abend- und Morgengebet im Kloster das 'Große Schweigen' herrschte. In dieser Hinsicht führte Äbtissin Uda ein strenges Regiment nach benediktinischer Regel. Für sich selbst legte sie die ’regula’ weniger wortgetreu aus.

Barbara Siwik: Das nicht Greifbare - Paranormale Kurzgeschichten (Karina Verlag, 2018)Als ehemalige Kaiserpfalz beherbergte das Kloster Kaufungen häufig hohe Gäste auf der Durchreise nach dem Süden und die Äbtissin ließ es sich nicht nehmen, die edlen Herrschaften persönlich zu empfangen. ’Sie spielt wieder die Hochgeborene’, lästerten die Nonnen, wenn sie verbotenerweise durch die nur scheinbar geschlossenen Fensterläden in den Hof lugten; ein bisschen Neid schwang durchaus in dieser Bemerkung mit.

Doch war es notwendig, dass Frau Uda sich wie eine Dame beschenken ließ, an der Tafel der Herrschaften den Vorsitz führte und deshalb oft die vorgeschriebenen Gebetszeiten versäumte? Falls solches Kaiserin Kunigunde zu Ohren gekommen war, hatte die Hohe Frau diesen Mönch vielleicht als …

Die Nonnen rissen Coelestina aus dem Grübeln. Sie sangen ’nunc dimittis servum tuum domine secundum verbum tuum in pace’ - nun entlässt du deinen Knecht, oh Herr, nach deinem Wort in Frieden.

Das Bibbern in der Kälte hatte bis zur nächsten Gebetszeit ein Ende. Wegen der anmaßenden Gedanken, die den Lebenswandel der Äbtissin betrafen, betete die Pförtnerin in Windeseile ein ’Vater unser’ und ein ’Ave Maria’, die vorgeschriebene Buße für kleinere Sünden, und reihte sich dann in die Prozession der Nonnen ein, die der Kreuzträgerin über den Hof ins Klostergebäude folgten. Der Mönch musste die Kapelle schon vorher verlassen haben …

Im Dormitorium der Benediktinerinnen war es kalt. Einen Kamin gab es nur im Refektorium. Vorhänge trennten die Schlaflager voneinander. Schweigend legten die Nonnen Umhang und Schleier ab und schlüpften im Habit unter die groben Decken. Die benediktinische Regel verlangte, dass sie angekleidet und gegürtet schliefen - in der kalten Jahreszeit eine Wohltat, im Sommer jedoch mitunter eine zusätzliche Buße.

Nach und nach erloschen die Kerzen, nur neben Coelestinas Lager blieb es hell. Sie hatte in dieser Nacht Weckdienst. In wenigen Stunden musste sie die Schwestern zum nächtlichen Gebet rufen.

Auch wenn sie schlief, würde ihr Ohr das Klicken des aus der Kerzenuhr herabfallenden Metallplättchens wahrnehmen. Es war so ziemlich das erste, das man an klösterlichen Nachtgeräuschen verinnerlichte. Zur Rechten hörte sie hinter dem Vorhang Solongias unruhiges Atmen - die Kellermeisterin war noch wach.

„Schweigen hin, Schweigen her! Ich muss es loswerden“, dachte Coelestina. „Wozu hat Gott mir eine Zunge gegeben, wenn ich sie nicht zur rechten Zeit nutze?“ Vorsichtig schob sie den Vorhang ein wenig zur Seite. Solongia saß sofort aufrecht.

„Im Gäste-Dormitorium schläft ein Benediktiner“, hauchte Coelestina. „Er klopfte vor der Komplet. Kommt vielleicht aus Bamberg. Ist vielleicht ein Prüfer.“

„Meinst du, SIE wird abgesetzt?“, wisperte Solongia.

„Weiß nicht“, flüsterte Coelestina und ließ den Vorhang zurückgleiten.

​Äbtissin Uda nahm für sich das Privileg einer angewärmten Kammer in Anspruch. Auf der Pfanne glühten Holzkohlen und zusätzlich zur groben Decke befand sich auf  ihrem Lager ein wärmendes Fell. Ein geräumiger Schrank ließ den Schluss zu, dass die Äbtissin auch sonst einiges besaß, das nicht allen zugänglich war ...

Zur gesamten Lesprobe auf der Website von Barbara Siwik >>>


Barbara Siwik: Die Märchenweberin

Barbara Siwik: Die MärchenweberinAutorin: Barbara Siwik
Format: Taschenbuch; 14,9 x 21,1 cm
Seitenanzahl: 142 Seiten
Verlag: Karina Verlag
Auflage: 1 (2016)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3903161061
Altersempfehlung: 5 - 8 Jahre

Weitere INFOs auf dieser Website >>>


Barbara Siwik: Der Schatz aus der Truhe

Barbara Siwik: "Der Schatz aus der Truhe" (Karina Verlag 2017)Autorin: Barbara Siwik
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 216 Seiten
Verlag: Karina Verlag
Auflage: 1 (September 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3961116591

Altersempfehlung: 14 bis 17 Jahre

Weitere INFOs auf dieser Website >>>

 

 

 

 

 


Die Märchenweberin (Buchtrailer)

Veröffentlicht am 14. 10. 2016; Dauer: 00:02:42

Wohin du gehen wirst (Buchtrailer)

Veröffentlicht am 15. 10. 2015; Dauer: 00:02:39

Das Erbe des Casparius (Buchtrailer)

Veröffentlicht am 14. 03. 2015; Dauer: 00:01:49

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