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Tegkwitzer Kollektaneen: Geschichte und Geschichten von Tegkwitz im Landkreis Altenburger Land (Thüringen)

Arnhild Kump: Tegkwitzer Kollektaneen - Geschichte und Geschichten von Tegkwitz im Landkreis Altenburger Land (Thüringen) [Karina Verlag, 2018]

Autorin: Arnhild Kump
Format: Hardcover
Seitenanzahl: 222 Seiten
Verlag: Karina Verlag
Auflage: 1 (Juli 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3961115082

Erscheinungstermin: 10.7.2018
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Klappentext:

Das Dorf Tegkwitz feiert im Jahr 2018 die vor 875Jahren erfolgte urkundliche Ersterwähnung. Dieses besondere Jubiläum war für Arnhild Kump ein Anlass, Geschichten und Geschichte zu ihrem Heimatort zu veröffentlichen.

Der Autorin war es ein wichtiges Anliegen, das über viele Jahre zusammengetragene historische Material zur Orts- und Familiengeschichte aufzuschreiben, damit es der Nachkommenschaft erhalten bleibt. Die in Auszügen und Bildern vorgelegten Dokumente und Quellen sind ein Spiegelbild eines dörflichen Zusammenlebens, das in seiner Entwicklung gute und schlechte Zeiten erlebt hat.

Sie illustrieren nicht nur die Baugeschichten von markanten Gebäuden, sondern auch die Vielfalt an Lebenswegen von Menschen, die hier zeitweise gelebt haben bzw. ihr ganzes Leben hier verbracht haben. Sie alle haben diesen Ort geprägt und bleibende Spuren hinterlassen.

Die vorliegende Auswahl an Aufzeichnungen soll die Leser/innen auf diesen Spuren durch die fast 900-jährige Chronik einer kleinen dörflichen Gemeinschaft in der Mitte Europas mit seiner wechselvolle Vergangenheit begleiten.

 

Im Buch befindet sich auch ein Fotoaslbum der Tante Elfie und aufgrund ihrer stark mit Wienerisch geprägten Ausdrucksweise, ein kleines Wörterbuch für "Einsteiger" in die Wiener Mundart.

Mehr Infos: http://www.karinaverlag.at/products/niemals-ohne-lippenstift-von-karina-moebius/

Über die Autorin Arnhild Kump:

Arnhild Kump (Autorin)Arnhild Kump wurde im Januar 1954 in Altenburg geboren und lebte bis März 2002 mit Unterbrechungen in Tegkwitz.

Nach dem Schulbesuch in Gödern, wurde sie zur Kinder- und Jugendsportschule in Leipzig delegiert. Nach Leistungssport und Studium arbeitete sie im Chemiewerk Böhlen als Diplomingenieur für Chemieanlagenbau. Später im Braunkohlenkraftwerk Lippendorf als Dienstleistungseinkäuferin.

Nach der politischen Wende 1989 kehrte sie 1992 in die Heimat nach Tegkwitz zurück. Von hier aus arbeitete sie für den evangelischen Kirchenkreis Altenburg in den Archiven, im Bauwesen und in der Öffentlichkeitsarbeit.

2001 pilgerte sie von Monstab nach Rom und übergab dort Papst Johannes Paul II. persönlich Ökumenische Grußbotschaften der Christen in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt und aller Kirchen der Schweiz sowie der Evangelisch Lutherischen Kirche von Italien.

Von 2002 bis 2006 arbeitete sie in der Schweiz im Pilgerzentrum St. Jakob in Zürich.

Seit 2006 lebt sie in Wien und leitet dort seit 2009 das Ökumenische Pilgerzentrum Wien.

Trotz langjährigem Auslandsaufenthalt bleibt die Autorin eng mit der Heimat verbunden und nimmt regen Anteil an der Entwicklung ihres Heimatdorfes Tegkwitz.

Leseproben aus den "Tegkwitzer Kollektaneen":

5.4 DAS DORF TEGKWITZ
5.4.1 Ersterwähnung

Am 1. August 976 schenkte Kaiser Otto II. dem Bistum Zeitz die Burg Altenburg mit Zugehörungen im Pleißengau. Diese Orte waren für die weitere Entwicklung des Reichslandes Pleißen von großer Bedeutung.

Tegkwitz wurde im 10. Jahrhundert noch nicht genannt. Seine Ersterwähnung liegt erst im Jahr 1143. Mit Wahrscheinlichkeit aber ist die Siedlung in früher Zeit bereits am Westrande des Pleißengaues vorhanden oder im Entstehen. Der Ortsname als Bildung auf Suffix -ovica in der Bedeutung „Siedlung am fließenden Gewässer“, stimmt mit dieser Annahme überein.

Eine andere Deutung des Ortsnamens „Tecuiz“ - Ort der Leute eines Tech.

Die Urkunde der ersten schriftlichen Erwähnung vom 13. März 1143 wurde in Zeitz ausgestellt. Das Original dieser Urkunde befindet sich im Staatsarchiv in Dresden. In dieser Urkunde wird der Ritter Erkenbertus der III. als Zeuge erwähnt.

Bekannt wurde der Reichsministeriale Erkenbert von Tegkwitz (1143 -1171), weil er zur Erschließung des Erzgebirges beitrug. Im Jahre 1222 bezeichnete sich ein Zweig der Familie als Burggrafen von Starkenberg. Der Zweig starb im 15. Jahrhundert aus und die Burg Starkenberg wurde nach der Zerstörung durch die Hussiten abgerissen ...

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5.5.3 Inventarium über das Ritterguth Tegkwitz

Drey weiße Zug Pferde, welche zusammen vor 50. Thaler oder 57 dsgl. - angeschlagen und taxiret worden, ferner ein schwarz brauner Wallache vor 30 Thl.

An Rind-Viehe.

  • Vierzehen Stück Melck-Kühe jede vor 8. fl. und also zusammen 112 fl. - - wie sie taxiret worden.
  • Ein kleiner Rammel-Ochse, und zwey Jährlinge so vor 5 fl. angeschlagen.
  • Zwey weise Kalben, welche auf 15. Fl. - - hoch aehtimiret worden.
  • Zwey Absätzlinge, welche vor 3. fl. gewürdet.

An Schweine Viehe.

  • Vier Lauffer, so Jährlinge darunter.
  • Ein Hauer.
  • Zwey alte Sauen-Schweine, unter welchen eine wohl 8. Jahr alt ist.
  • Ein Erstling so 5. Junge hat, welche vor 14. Tagen jung worden,
  • Eine alte Schwein-Mutter, so 3. Junge hat, welche zu Fastnacht jüngshin jung worden.
  • Einen rothen Borg von 3. Jahren.

An Schaaff-Vieh.

  • Zwölff Schaaffe,
  • Zwölff Hämmel Sechs Lämmer, als 3. Hämmelgen und 3. Schäfgen.

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Arnhild Kump: Tegkwitzer Kollektaneen - Geschichte und Geschichten von Tegkwitz im Landkreis Altenburger Land (Thüringen) [Karina Verlag, 2018]

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Über das Dorf Tegkwitz:

Arnhild Kump: Tegkwitzer Kollektaneen - Geschichte und Geschichten von Tegkwitz im Landkreis Altenburger Land (Thüringen) [Karina Verlag, 2018]Tegkwitz ist ein Ortsteil der Gemeinde Starkenberg im Landkreis Altenburger Land in Thüringen. Im gesamten Ortsteil mit den Ortschaften Breesen, Kreutzen, Misselwitz und Tegkwitz leben zurzeit 312 Einwohner, in der Ortschaft Tegkwitz allein 267.

In einer Urkunde König Konrads III. aus dem Jahre 1143 wird ein Erkenbertus de Tecuiz genannt. Tegkwitz war ähnlich wie Starkenberg ein Rittergutssitz des burggräflichen pleißenländischen Geschlechts „Erkenbertinger“, der eine Wasserburganlage darstellte. Im Jahre 1088 wurde ein Zeuge in einer Naumburger Urkunde erwähnt. Bekannt wurde dann 1143–1171 der Reichsministeriale Erkenbert von Tegkwitz, der zur Erschließung des Erzgebirges beigetragen hat. Im Jahre 1222 bezeichnete sich ein Zweig der Familie als Burggrafen von Starkenberg.

Tegkwitz gehörte zum wettinischen Amt Altenburg, welches ab dem 16. Jahrhundert aufgrund mehrerer Teilungen im Lauf seines Bestehens unter der Hoheit folgender Ernestinischer Herzogtümer stand: Herzogtum Sachsen (1554 bis 1572), Herzogtum Sachsen-Weimar (1572 bis 1603), Herzogtum Sachsen-Altenburg (1603 bis 1672), Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg (1672 bis 1826). Bei der Neuordnung der Ernestinischen Herzogtümer im Jahr 1826 kam der Ort wiederum zum Herzogtum Sachsen-Altenburg.

Arnhild Kump: Tegkwitzer Kollektaneen - Geschichte und Geschichten von Tegkwitz im Landkreis Altenburger Land (Thüringen) [Karina Verlag, 2018]Im Jahre 1834 ging das Rittergut Tegkwitz an einen ortsansässigen Pfarrer, der nahezu das komplette Gut abbrach und Nachfolgebauten errichtete. Nach der Verwaltungsreform im Herzogtum gehörte Tegkwitz bezüglich der Verwaltung zum Ostkreis (bis 1900) bzw. zum Landratsamt Altenburg (ab 1900).

Das Dorf gehörte ab 1918 zum Freistaat Sachsen-Altenburg, der 1920 im Land Thüringen aufging. 1922 kam es zum Landkreis Altenburg.

Die Gemeinde Tegkwitz entstand am 1. Juli 1950 mit Eingliederung von Breesen und Kreutzen (mit dem Ortsteil Misselwitz). Bei der zweiten Kreisreform in der DDR wurden 1952 die bestehenden Länder aufgelöst und die Landkreise neu zugeschnitten. Somit kam die Gemeinde Tegkwitz mit dem Kreis Altenburg an den Bezirk Leipzig, der seit 1990 als Landkreis Altenburg zu Thüringen gehörte und 1994 im Landkreis Altenburger Land aufging.

Arnhild Kump: Tegkwitzer Kollektaneen - Geschichte und Geschichten von Tegkwitz im Landkreis Altenburger Land (Thüringen) [Karina Verlag, 2018]1992 schloss sich die Gemeinde Tegkwitz der Verwaltungsgemeinschaft Altenburger Land an. Der Fusionsvertrag zur Eingliederung von Tegkwitz nach Starkenberg wurde am 26. Februar 2008 zusammen mit Naundorf im Landratsamt Altenburger Land unterzeichnet, sodass die Fusion am 1. Dezember 2008 umgesetzt wurde. Letzter ehrenamtlicher Bürgermeister war Hans-Georg Böhme (Freiwillige Feuerwehr). Das Gemeindeamt blieb erhalten und dient heute als Tagungsort für den Ortsteilrat und Sitz des Ortsteilbürgermeisters.

Das Wahrzeichen des Ortes stellt die im Kern romanische Kirche mit dem Ersterwähnungsjahr 1228 dar. Der Turm stammt aus dieser Zeit, das Kirchenschiff wurde im 15. Jahrhundert im gotischen Stil angebaut. Die Kanzel im Innenraum stammt aus dem der Zeit um 1650, die Patronatsloge und die Emporen aus dem Jahr 1703.

Weitere INFOs bei Wikipedia >>>

Gründungsurkunde von Tegkwitz (1143):

Arnhild Kump: Tegkwitzer Kollektaneen - Geschichte und Geschichten von Tegkwitz im Landkreis Altenburger Land (Thüringen) [Gründungsurkunde]

 

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