Übersicht über alle Beiträge

Peacemaker: Mein Krieg. Mein Friede. Unsere Zukunft.

Simon Jacob: PeacemakerAutor: Simon Jacob
Format: Taschenbuch, eBook
Seitenanzahl: 224 Seiten
Verlag: Verlag Herder
Auflage: 1 (April 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3451379048
Altersempfehlung: Ab 12 Jahre

Website von Simon Jacob >>>

Simon Jacob auf Facebook >>>

 

 

 

 

 


Klappentext:

Simon Jacob reist für das Projekt »Peacemaker« seit Jahren durch Syrien, Irak und Iran. Als Angehöriger eines bedeutenden Clans aus der Region kommt er an Orte und zu Menschen, die für andere Menschen aus dem Westen unerreichbar sind. In seinem Buch nimmt er den Leser mit auf eine faszinierende Reise, voller Abenteuer und Schrecken, aber auch Mut, Hoffnung und Aufbruch...

Sein emotionaler Erfahrungsbericht fängt den Leser ein und gibt ihm intime Einblicke in Jacobs ganz persönliche Entwicklung. Zugleich kann er Zusammenhänge erklären, die in Europa nicht verstanden werden und die entscheidend sind für die Frage nach der Zukunft - nicht nur dort, sondern auch bei uns.

Simon Jacob, der auch Vorsitzender des Zentralrates Orientalischer Christen in Deutschland ist, verbindet Analysen und Lösungsansätze mit Erfahrungen und Begegnungen und schafft ein einzigartiges Buch mit klarer Botschaft: »Frieden im Nahen Osten ist möglich und ich glaube auch daran – gerade weil ich in all diesen Ländern war.«

Über den Inhalt:

Simon Jacob: PeacemakerIm Zentrum des Buches stehen Reisen und Erfahrungen, vor allem auch das Projekt »Peacemaker«:
Als Simon Jacob von einer Nahostreise zurückkam, war er geprägt von traurigen Momenten, Gewaltexzessen, Klagen und Weinen. Zugleich beunruhigten ihn die europaweiten Erfolge der Rechtspopulisten.

Jacob fasste einen Plan, die Idee war simpel: Er wollte sich mit Kamera, Smartphone und jeder Menge Improvisationstalent auf den Weg machen, um Menschen, einfache Menschen, im Nahen Osten zu treffen. Solche, die trotz allem noch an den Frieden glauben. Er wollte zeigen, dass der Nahe Osten viel mehr ist als Terrorismus, dass die interkulturelle und interreligiöse Grenze überwunden werden kann.

Allein von September 2015 bis März 2016 legte er 40.000 Kilometer zurück, reiste über Antakya und die türkisch-kurdischen Gebiete nach Georgien, Armenien, Syrien, den Irak und Iran, machte mehrere Tausend Bilder, veröffentlichte über 180 Artikel, führte unzählige Interviews und Gigabytes an Videointerviews. Er sprach mit Menschen, lauschte ihren Nöten und ihrem Leid, brachte Bildung und förderte den interreligiösen Dialog. Er sah Leid, aber auch Lebensfreude und Hoffnung. Sein Projekt »Peacemaker« begann, Wellen zu schlagen.

In diesem Buch berichtet er von seinen Erlebnissen und Abenteuern, davon, wie nah Grausamkeit und Hoffnung beieinander liegen und er schildert die Veränderungen, die er gemacht hat. Seine ganz persönliche Geschichte, die über seinen eigenen Krieg und Frieden erzählt, darüber, wie er seinen christlichen Glauben und den Glauben an die Menschlichkeit wiedergefunden hat. Und die auch einen anderen Blick auf die Welt zulässt und zeigt, dass und wie Frieden möglich ist und warum er so fest daran glaubt.

»Nach meiner Rückkehr nach Deutschland erhielt ich einen verzweifelten Anruf der Mutter, die ich besucht hatte. Der Vater war nach Syrien gereist, um Pässe zu besorgen und nicht mehr zurückgekommen. Die Mutter rief mich nachts an, verzweifelt, weinend, schreiend und bat mich darum, den Kindern und ihr zu helfen. Die Erinnerung an den herzzerreißenden Anruf und andere Bilder lassen mich seitdem nachts immer wieder aus dem Schlaf hochschrecken.

Und doch sind es nicht nur die Toten, die mich beschäftigen. Oder die machthungrigen und fanatischen Verbrecher. Es sind die Lebenden, besonders die Mütter und Kinder. Für sie müssen wir Frieden schaffen! Als Akt der Menschlichkeit - und in der Hoffnung, dass sie eine Zukunft haben.«

Über Simon Jacob:

Simon JacobSimon Jacob, 1978 geboren im Tur Abdin (Südosttürkei), kam als Kind mit seinen Eltern aufgrund der religiösen und ethnischen Spannungen in der Türkei nach Deutschland. 

Drei Jahre lang war er ehrenamtlich als Integrationsbeauftragter der Syrisch - Orthodoxen Kirche in Deutschland tätig, bevor er im April 2013 für zwei Jahre das Amt des Vorsitzenden des neu gegründeten „ Zentralrats Orientalischer Christen in Deutschland - ZOCD“ übernahm und diesen, nach einer zweijährigen Pause, wieder innehat.

Durch seine zahlreichen Reisen und durch seine Kontakte - sowohl innerhalb der Politik als auch religiöser Institutionen - ist er gut informiert über die Entwicklungen im Nahen- und Mittleren Osten. Seine Möglichkeiten als Unternehmer hat er dazu genutzt, um im Besonderen auf die geopolitischen Gegebenheiten in den Konfliktregionen hinzuweisen und deren Auswirkungen, die gravierenden Einfluss auf das Leben von Minderheiten haben. Ein Teil der Aufgaben bestand darin, Journalisten in die Krisenregionen zu begleiten.

Im Rahmen des von ihm initiierten Projektes "Peacemaker-Tour", welches mit Vorbereitung rund 10 Monate vereinnahmte, war er 2015/2016 als Friedensbotschafter des Zentralrates und freier Journalist im Nahen Osten unterwegs. In gut fünf Monaten legte Simon Jacob rund 40.000 km zurück und besuchte neben der Türkei, Georgien, Armenien und dem Iran auch die Krisengebiete in Nordsyrien und Nordirak.

Durch die gezielte Interaktion mit Minderheiten wie z.B. Christen, Jeziden, Sunniten, Schiiten, Juden und deren Vertreter, Geistliche, Politiker, aber im Besonderen mit den einfachen Menschen aus der Gesellschaft, sollte in Erfahrung gebracht werden, was eine friedliche Gesellschaft ausmacht. Ein wichtiger Fokus richtete sich auf die Stimme der Jugend.

Seit 2017 konzentriert sich der freie Journalist auf seine Tätigkeit als politischer Berater und Leiter einer Medien- und Kommunikationsagentur.

Quelle: Über mich - Website von Simon Jacob

Leseprobe aus dem Buch "Peacemaker":

»Hier wird es wieder Leben geben«

Simon Jacob: PeacemakerMeine letzten Gedanken sind noch nicht ganz verflogen, da reißt mich Gabriel, unser treuer Begleiter, aus der Starre. Wir sind unterwegs, wieder einmal im Irak, in Sindschar. Wir fahren durch diese Gegend, die fast aussieht wie aus einem apokalyptischen Blockbuster - nur düsterer und zerstörter, und ich fühle mich immer elender.

Es ist nicht meine erste Tour in ein Kriegsgebiet, es sind nicht die ersten Toten und Gräber, zerbombten Häuser und Autos, die ich gesehen hatte. Seit Jahren bin ich in Regionen unterwegs, in die kaum ein Westler gekommen war, geschweige denn ein deutscher Journalist. Doch Sindschar erschüttert sogar mich.

Gabriel also reißt mich aus meinem Vor-mich-hin-Brüten und zeigt auf einen Schutthügel. Er beginnt zu sprechen, auf Aramäisch, seine Muttersprache und die Sprache meines Clans. Gabriel, dieser schwerbewaffnete Kämpfer, erzählt mir, dass hier in seiner alten Heimatstadt, bevor der IS ihm dieses Zuhause geraubt hatte, eine syrisch-orthodoxe Marienkirche gestanden hatte.

Ich weiß nicht genau warum, aber Erinnerungen an meine Kindheit, an meine Eltern steigen auf. Ich fange an zu lächeln, mitten in dieser zerbombten Einöde, und sammele meine Kräfte. Ich rappele mich auf, renne los, renne wie von Sinnen, immer auf das zerstörte Kirchengebäude zu.

Rone, ein anderer Kompagnon, ruft noch, ich solle vorsichtig sein, ich würde jeden Augenblick in eine verdrahtete Mine hineinlaufen. Ich sehe die Mine tatsächlich erst in diesem Moment, weiche aus, renne aber weiter, bis ich an einem Schutthaufen angekommen bin. Von der Verzierung der Treppe, die einst die Kirchenräume verbunden hatte, sticht aus dem Schutt und der Asche ein teils verbogenes Kreuz heraus.

Ich grabe, ich wühle es mit meinen blanken Händen aus den Trümmern. Meine Begleiter müssen mich in dem Moment für verrückt halten. Doch mir ist das egal. Fast andächtig nehme ich das, was von diesem heiligen Ort übriggeblieben ist, in meine Hand. Ich stelle das Kreuz auf, ramme das spitze Ende in den Boden und beginne zu beten:

»Herr, der du für uns am Kreuz gestorben bist, bitte vergib mir. Vergib mir, dass ich den Glauben an dich verloren habe. Vergib mir, dass ich vergaß, was mich meine Eltern einst lehrten. Vergib mir, dass ich nicht mehr wusste, was Liebe ist. Herr, vergib mir, dass ich auf dem falschen Weg war und so wie die zu werden drohte, die so viel Leid über die Menschen gebracht haben.«

So bete ich leise vor mich hin. Für mich alleine. In Gedanken bei Gott. Bei meinen Eltern, meinen Geschwistern, meinen Freunden. Ich weiß nicht mehr, wie spät es ist. Nichts kann mich in diesem Moment stören, als ich die Wärme spüre, die mein Herz berührt. Ich beginne endlich, wieder etwas zu fühlen.

Und als ich fühle, weiß ich, dass ich lebendig bin. Ich sage nur noch zwei Worte: »Danke, Herr.«...

Ausfühliche Leseprobe bei Amazon >>>

Simon Jacob: Peacemaker

Rezension zu "Peacemaker":

"Peacemaker" bietet beeindruckende Inneneinsichten sowie neue Lösungsansätze zu Themen, die uns alle angehen!

Der Autor nimmt den Leser sehr anschaulich mit auf eine Reise in die Konfliktzonen des Nahen Ostens. Dabei ergeben sich einerseits beeindruckende Inneneinsichten in eine andere Welt, Kultur und Mentalität; andererseits machen die Schilderungen der Realitäten von Krieg und Verfolgung sehr betroffen und nachdenklich.

Im Angesicht von Krieg, Unterdrückung und Genozid (begangen durch den IS/Daesh) gerät der Autor an seine eigenen Grenzen. Eindrücklich schildert er, was ihn davor bewahrt, selbst dem Hass zu verfallen. Auf seiner Suche nach Frieden und Hoffnung trifft er in der Folge auf andere Menschen, die trotz der politischen Lage Menschlichkeit leben und das existierende Potential für eine andere, friedliche Zukunft aufzeigen - auch im Nahen Osten.

Schließlich spannt der Autor einen höchst relevanten Bogen zu heutigen Herausforderungen in Europa, die im direkten Zusammenhang mit den Geschehnissen im Nahen Osten stehen. Das Buch ist eine großartige Mischung aus politischem Fachwissen und menschlichen Inneneinsichten. Es bietet neue Lösungsvorschläge und öffnet Horizonte, die eine Alternative zu Extremismen auf der einen Seite und Naivität auf der anderen Seite darstellen.

Muss man gelesen haben! Man kann auf Folgewerke dieses Autors gespannt sein.

Quelle: Rezension bei Amazon


PEACEMAKER - EUROPA, DAS FRIEDENSPROJEKT

Veröffentlicht am 26.05.2019; Dauer: 01:28:19

In diesem Film kommen Politiker aus allen Parteien vor, die an ein gemeinsames Europa glauben: von Manfred Weber (CSU), Fraktionsvorsitzender der Europäischen Volkspartei, über Cem Özdemir (Grüne) bis hin zu Katarina Barley (SPD), Bundesministerin für Justiz oder Michael Roth (SPD), Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt und Beauftragter für deutsch – französische Zusammenarbeit.

Ihnen allen stellten wir die gleichen Fragen oder nahmen sie zu Themen auf, die Frieden und Freiheit betreffen. Doch sind sie nur politische Kommentatoren und als Staatsdiener jenem verpflichtet, ohne dem die Herausforderungen nicht bewältigt werden können: dem Bürger. Und diese Herausforderungen, die Erblasten früherer Sünden, zeigen sich in der katastrophalen Entwicklung des Klimas, den zunehmenden Flüchtlingsströmen, wiederaufflammenden Konflikten, den negativen Folgen der Digitalisierung, Überbevölkerung und dem fehlenden Willen, das Konzept einer nachhaltigen Wirtschaft endlich in Angriff zu nehmen.

Populisten, Extremisten, Faschisten, Nationalisten, religiöse wie auch politisch fehlgeleitete Fanatiker möchten ihren Profit aus der Unsicherheit derer schlagen, die unzufrieden sind, die Sorgen haben, die sich ängstigen. Und Lobbyisten, profitgierige Heuschrecken und nur an sich selber denkende Großkonzerne bis hin zu nimmersatten Einzelpersonen, machen sich die strukturelle Schwäche der Demokratie zunutze, um sich nur noch mehr zu bereichern, dem Aktienkurs und der Dividende dienend, während der einfache Bürger Angst um seinen Wohlstand hat. Doch was ist Wohlstand? Etwa ein neues Auto, ein neuer Flachbildfernseher, ein neues Smartphone?

Wohlstand beginnt mit der Freiheit des Geistes. Mit der Freiheit, seine Meinung frei äußern zu können. Mit der Freiheit, frei wählen zu dürfen. Und endet im Frieden auf einem Kontinent, welcher so viel Leid gesehen hat.

Weder Populisten noch Lobbyisten interessieren sich für diesen Frieden. Doch all die Millionen EU – Bürger sollten, auch als Signal an alle Demagogen, Autokraten und Brandstifter da draußen, genau daran interessiert sein. Europa ist nicht perfekt. Aber immer noch verdammt besser als viele andere Regionen dieser wunderschönen Welt. Wäre dem nicht so, würde sich nicht ein Großteil der Bevölkerung weltweit wünschen, „ein Stück Europa“ bei sich zu haben. Dann müsste auch niemand die Flucht ergreifen und vor Krieg oder Perspektivlosigkeit fliehen.

Euer Simon

Über den Film PEACEMAKER – EUROPA, DAS FRIEDENSPROJEKT

1980 kam der in Augsburg aufgewachsene Journalist und Buchautor Simon Jacob nach Deutschland. In seiner Heimat, im südanatolischen Raum, waren Konflikte an der Tagesordnung. Die Eltern suchten ein neues Zuhause. Jacob war damals zwei Jahre alt. Jahrzehnte später machte er sich, als Initiator des Friedensprojektes „Peacemaker“, wieder auf den Weg in den Nahen Osten. Dorthin, wo Krieg und Leid Millionen Menschen vertreiben.

Ausgestattet mit Kamera und Notizblick war ihm, wie so vielen anderen auch die in Europa angekommen sind, klar, dass die Lösung für den Nahen Osten in den Antworten Europas auf die Entwicklungen nach dem Zweiten Weltkrieg zu finden sind. Europa ist ein Friedensprojekt und mehr als nur offene Grenzen, Euro oder die Möglichkeit in einem sicheren Umfeld überall arbeiten zu können. Europa ist eine Vision des friedlichen Zusammenlebens.

Das ist gerade jenen bewusst, die Kriege erlebt haben und die nach Europa kommen, um an eben jenem Frieden teilhaben zu können. In der Dokumentation kommen nicht nur Akteure aus dem Nahen Osten und Europa zu Wort. Auf anschauliche Weise werden die Erzählstränge aus zwei verschiedenen Blickwinkeln dokumentiert, die am Ende zu einer Vision verwoben werden. Nämlich, dass anhaltender Friede möglich ist - aufgebaut auf den Trümmern eines Europas nach verheerenden Kriegen.

Die komplette Dokumentation wurde privat finanziert. Durch Spenden an den gemeinnützigen Verein Peacemaker e.V. sollen die Kosten, auch für zukünftige mediale Projekte, wieder eingeholt werden.

Spendenkonto: Project Peacemaker e.V. - IBAN: DE50 7506 9014 0002 5478 72 BIC: GENODEF1ABS Raiffeisenbank Kreis Kelheim eG


Peacemaker: Mein Krieg. Mein Friede. Unsere Zukunft

Veröffentlicht am 27.03.2019; Dauer: 06:56

„Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden“ -  diese Aussage Jesu Christi findet sich in einem der bekanntesten Texte des Neuen Testamentes: in der Bergpredigt. Ein Mann, der im Nahen Osten nach Frieden Ausschau hält, ist der Journalist Simon Jacob.

Er ist in der Südosttürkei geboren, in Augsburg aufgewachsen und besucht jedes Jahr den Nahen Osten. In Syrien, im Irak und im Iran kommt er mit Menschen ins Gespräch, die trotz schlimmer Kriegserfahrungen an den Frieden glauben.

Seine Reiseerlebnisse hat der Vorsitzende des Zentralrats Orientalischer Christen in Deutschland in einem Buch niedergeschrieben. Es heißt „Peacemaker: Mein Krieg. Mein Friede. Unsere Zukunft“.

Simon Jacob stellt sein neues Buch im Gespräch mit Anselm Blumberg vor. Moderation: Dr. Anselm Blumberg. Veröffentlicht von KIRCHE IN NOT.


Broschüre zum Projekt Peacemaker (PDF):

Simon Jacob: Projekt Peacemaker (Broschüre)

Teilen
Go to top