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Dann eben mit Gewalt: Roman

Jan de Zanger: Dann eben mit Gewalt: RomanAutor: Jan de Zanger
Übersetzer: Siegfried Mrotzek

Format: Gebunden, Taschenbuch
Seitenzahl: 160 Seiten
Verlag: Beltz & Gelberg
Auflage: 20 (2015)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3407741011

Altersempfehlung: 14 bis 17 Jahre

Gebundene Ausgabe >>>

 

 

 


Klappentext:

Mit den Hakenkreuzen an der Schulwand gehen Lex' Probleme los. Eines Morgens sind sie da: Die Hakenkreuze an den Wänden der Schule. Aber das ist erst der Anfang. Bald danach bekommen ausländische Mitschüler gemeine Drohbriefe.

Lex Verschoor will herausfinden, wer dahinter steckt, denn seine Freundin Sandra wurde brutal zusammengeschlagen. Und auch er erhält einen Drohbrief, er solle seine Finger von der "Schwarzen" lassen. Als er endlich dahinter kommt, wer alles zu der neofaschistischen Gruppe dazugehört, wird es auch für ihn gefährlich.

Über den Inhalt:

Lex Verschoor ist ein ganz normaler weißer Junge. Er ist mit der 16 jährigen Sandra befreundet, die eine andere Hautfarbe hat. Lex und Sandra gehen zur gleichen Schule in die gleiche Klasse.

In Lex' Schule werden jeden Tag Nazisymbole an die Wände geschmiert. Seine Freundin Sandra wird brutal zusammengeschlagen. Auf der Tafel in der Schule stehen jeden Tag andere mysteriöse Sätze, wie zum Beispiel "Weiß ist Weiß!".

Lex wird für diese Sache aufmerksam, er will herausfinden wer hinter der Prügelei steckt, denn alle Ausländer bekommen seltsame Briefe zugesteckt. Darin steht geschrieben, dass sie aus dem Land verschwinden sollen. Lex fällt auf, dass sich Martin jede Pause an einem Ecktisch zu einer Gruppe von Jungen setzt. Ihm scheint ist seltsam, dass er immer mit den gleichen Jungen abhängt und beobachtet Martin.

Eines Tages wird die Schule in einem unmöglichen Zustand aufgefunden, alle Eingänge, sowie alle Gänge sind mit schwarzen Farben bemalt. Sandra distanziert sich immer mehr von Lex, und trifft sich heimlich mit den anderen Ausländern der Schule um herauszufinden, wer das war. Ines bemerkt, dass Lex wissen will, wer die Drohbriefe schreibt und erzählt ihm, dass Martin bei ihrer Party abwertend über Ausländer quasselte, vor allem über Sandra.

Lex sieht, dass Martin manche Schüler am Gang mit einer unauffälligen Fingerbewegung begrüßt. Er legt eine Liste von Namen und Adressen jener Personen an, die die seltsame Grußbewegung tätigen. Bei einer Fotoausstellung der Schule, entdeckt Lex jedoch auf der obersten Ecke eines Bildes die gleiche regelmäßige Schrift, wie auf den Drohbriefen.
(Quelle: http://strichpunkt.wikia.com/wiki/Jan_de_ZANGER:_Dann_eben_mit_Gewalt )

Über den Autor:

Jan de Zanger

Jan de Zanger (1932 bis 1991) wurde in Schiedam/Niederlande geboren. 1945 lebte er drei Monate bei einer Pflegefamilie in Dänemark. Während seiner Oberschulzeit und auch danach verbrachte er fast alle Ferien in Dänemark, später auch in Schweden und Norwegen.

1957 wurde er Lehrer für Niederländisch. Nach zwanzig Jahren verließ er den aktiven Schuldienst 1977 aus Enttäuschung darüber, dass Schüler immer wieder dazu gebracht wurden, sich dem Schulsystem und dem Eigennutz der Lehrer unterzuordnen.

Von 1977 bis 1989 arbeitet Jan de Zanger bei der Stiftung Lehrplanentwicklung in Enschede/Niederlande.

Von 1989 an lebte er als freier Schriftsteller in Zwiep.

Das literarische Interesse von Jan de Zanger richtete sich nicht nur auf das Schreiben von Büchern, sondern auch auf das Übersetzen (Vor allem aus dem Dänischen).

Für seine Bücher und Übersetzungen erhielt er zahlreiche Auszeichnungen.
(Quelle: http://dieglasmurmel.blogspot.co.at )

Unsere Empfehlung:

Das Buch beschreibt die Ängste und Leiden von Opfern rassistischen Mobbings, wie es leider heutzutage wieder sehr gehäuft auftritt. Und es zeigt auch die Folgen solcher Vorkommnisse: Vertrauen und soziale Strukturen in einer Gemeinschaft werden schwer beienträchtig, die Konflikte eskalieren bis hin zu physischer Gewalt. Auf der verzweifelten und emotionsgeladenen Suche nach Tätern werden Unschuldige verdächtigt und voreilig als Mitläufer abgeurteilt.

Das Buch ist in vielerlei Hinsicht eindrucksvoll: Als Plädoyer gegen rassistischen Terror und als realistisches Szenario, wie rasch aufgrund solcher Vorkommnisse eine Spirale aus Gewaltbereitschaft und Polarisierung in Gang gesetzt werden kann.

Ein absolut empfehlenswerter Roman, der aus der Lebenswelt von Jugendlichen herausgegriffen ist und der sich unserer Meinung nach sehr auch gut als Klassenlektüre und als Ausgangspunkt für Diskussionen und Projekte im Rahmen des Unterrichts eignet.

Christin Adlaßnig und Martin Urbanek

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