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Der Tanz der Häsin

Dieter R. Fuchs: Der Tanz der HäsinAutor: Dieter R. Fuchs
Format: Gebunden
Seitenzahl: 208 Seiten
Verlag: fabulus Verlag
Auflage: 1 (2015)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3944788340

Altersempfehlung: Ab 14 Jahre

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Klappentext:

Die junge Kunsthistorikerin Sandra Haas hat genug von flüchtigen Affären und faulen Kompromissen. Sie kippt ihre Promotion und wendet sich einem ausgefallenen Thema zu: dem Einfluss japanischer Kunst auf Franz Marc und Carl Fabergé.

Ohne es zu ahnen, beschwört sie damit uralte Mythen herauf. Sowohl der Maler als auch der Hofjuwelier des Zaren waren fasziniert von Miniaturschnitzereien aus Japan.

Besonders ein Netsuke in Form einer Hasentänzerin wird zur Schlüsselfigur für einen Kreis von Personen, deren Geschichten der Roman virtuos verknüpft. Er führt ins vorrevolutionäre St. Petersburg und ins 'Blaue Land' der Expressionisten.

Je mehr Sandra recherchiert, desto verwirrender die Fragen – auch was den neuen Mann in ihrem Leben betrifft.

Über den Autor:

Dieter R. FuchsDr. Dieter R. Fuchs, Jahrgang 1952, recherchiert und schreibt mit der gleichen Leidenschaft, mit der er vier Jahrzehnte lang als Naturwissenschaftler und Forschungs-Manager tätig war. Bei seiner Arbeit in Materialentwicklung, Umweltforschung und Kulturgüterschutz faszinierten ihn vor allem internationale Erfahrungen.

Er wirkte an Expeditionen im Iran mit, lebte lange im Jemen sowie in Dubai und bereiste beruflich wie privat die ganze Welt. Die Begegnung mit Menschen unterschiedlichster kultureller Hintergründe bedeutet für ihn echte Bereicherung. Als Präsident des unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen gegründeten Weltdachverbandes der Angewandten Forschung WAITRO engagierte er sich ehrenamtlich für mehr Miteinander zwischen Industrie- und Entwicklungsländern.

Seit Eintritt in den Ruhestand widmet er sich dem Schreiben von Romanen. Hierbei spielt seine private Leidenschaft für asiatische Kunst eine besondere Rolle, vor allem Netsuke genannte japanische Schnitzereien. Seine mystischen Geschichten um diese kleinen Objekte laden den Leser auf Reisen in fremde Sphären und Zeiten ein. Bei solchen Grenzwanderungen treten fantastische Zusammenhänge hervor, die natur- und kunstwissenschaftliches Wissen vermitteln und darüber hinaus auf unterhaltsame Weise die Fantasie anregen.

Beim Fabulus-Verlag erschien im September 2015 der Debut-Roman "Der Tanz der Häsin". Weitere Romane sind in Arbeit!

Über dieses Buch (aus einer Rezension):

Im Mittelpunkt des Romans steht die Netsuke-Figur der tanzenden Häsin, einer Frauengestalt mit Hasenkopf, aus dem Besitz des Autors. Dieser gibt ihr eine bewegte und bewegende Geschichte in drei Erzählsträngen. Zwei davon beginnen in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, der dritte im Jahr 2014.

Die Kunsthistorikerin Sandra Haas erfindet sich neu, verändert ihr Aussehen und vor allem bricht sie beruflich aus dem Alltagstrott aus. Sie verzichtet auf eine Anstellung an der Universität München, die mit einem Forschungsprojekt für ihre Doktorarbeit verbunden ist. Das alte, vom Doktorvater und Arbeitgeber gestellte Thema ödet sie an, sie brennt für ein anderes: Der Einfluss japanischer Kunst auf die Künstler des Blauen Reiters.

Dieter R. Fuchs: Der Tanz der HäsinIn Zusammenhang mit diesem Thema stößt sie auf die tanzende Häsin. Eine Zeichnung ihres Ururgroßvaters von dieser schafft die Verbindung zu dem Erzählstrang, der 1914 in St. Petersburg beginnt.

Die Figur der tanzenden Häsin soll zusammen mit anderen Netsuke-Figuren nach London gebracht werden, wo diese kleine, aber feine Sammlung dem Industriellen Fabergé zum Geburtstag geschenkt werden soll. Auf der langen Bahnreise bekommt Sandras Ururgroßvater sie zu Gesicht und zeichnet sie ab. Diese Skizze stellt die Verbindung zum dritten Erzählstrang her.

In einem Münchner Tabakladen, gleichzeitig Umschlagplatz für Kunstgegenstände, bekommt Franz Marc die Figur zu sehen und skizziert sie in seinem Skizzenbuch. Diese Figur beeinflusst zumindest eines seiner Bilder und berührt durch seine magische Kraft die Seele des Malers und die seiner Frau. Auch das Petersburger Liebespaar scheint von der Magie der Figur bezaubert, ebenso Sandra, die eine innere Wandlung vollzieht.

Überaus interessant erweist sich, was Fuchs über den Hasen in der Mythologie in sämtlichen Kulturkreisen zusammenträgt. Fast erscheint er als Archetyp menschlicher Kultur oder Psyche. In allen drei Erzählsträngen tragen die Protagonisten Erkenntnisse zu diesem Thema zusammen, die wiederum Einfluss auf deren Psyche und das gesamte Geschehen haben. Die tanzende Häsin ist allgegenwärtig.

(zit. n. Roland Pauler;
Quelle: http://www.lovelybooks.de/autor/Dieter-R.-Fuchs/Der-Tanz-der-H%C3%A4sin-1178948171-w/)

Anmmerkung: Netsuke sind kleine geschnitzte Figuren aus Japan (17. bis 19.Jhdt.). Meist waren sie aus Holz, Elfenbein oder Knochen und dienten als Gegengewichte bei der Befestigung von kleinen Behältern, die an der Kleidung angebracht waren. Dargestellt wurden mythologische Figuren insbesondere die Sieben Glücksgötter, Tiere, Blumen, Früchte, sowie Gegenstände und Szenen aus dem Alltag.

Unsere Empfehlung:

Dieter R. Fuchs verfügt über ein profundes kunst- und kulturhistorisches Wissen, das von seinen Reisen und einer intensiven Befassung mit den außereuropäischen Wurzeln moderner, abstrakter Kunst herrührt. Erwachsene und jugendliche Leser erfahren in diesem durchaus spannenden Roman Einiges über die faszinierende Welt des europäischen Expressionismus, dessen globale und historische Zusammenhänge sowie über Kunstsammler und Galeristen zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Die historischen Geschehnisse um die Freigeister dieser Zeit werden mit einer Geschichte über die mystischen und magischen Wirkungen einer antiken Hasenskulptur aus Japan verbunden.

Ein kurzweiliges und lehrreiches Buch, das mit einer Brise an Geheimnisvollem und Esoterik auch Jugendliche ab dem 15. Lebensjahr in seinen Bann ziehen wird!

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