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Um ein Haar: Überleben im Dritten Reich

Marietta Moskin: Um ein Haar: Überleben im Dritten ReichHerausgeber: Marietta Moskin
Übersetzer: Wolfgang Horstmann
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 288 Seiten
Verlag: cbt
Auflage: 1 (2005)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3570302125

Altersempfehlung: ab 12 Jahre

 

 

 

 


Klappentext:

Der authentische Bericht einer Überlebenden des Dritten Reichs.

Amsterdam, 1940. Für die 13-jährige Jüdin Rosemarie und ihre Familie beginnt eine Odyssee voller Schrecken: Immer zwischen Hoffen und Todesangst, werden sie in verschiedene Lager deportiert – bis sie eines Tages als Austauschjuden in die Schweiz ausreisen sollen. Kurz vor der Grenze erlischt auch die letzte Hoffnung auf Rettung. Doch wie durch ein Wunder überlebt die Familie in einem Lager bei Biberach ...

Biberach, 2002. Ein Lehrer stößt auf Rosemaries in den USA veröffentlichte Erinnerungen und startet mit seinen Schülern ein beispielloses Übersetzungsprojekt! Ein bewegender autobiografischer Roman – von deutschen Schülern übersetzt.

Über die Autorin:

Marietta MoskinMarietta Moskin ist in den USA mit einer Reihe von Büchern, vorwiegend für Jugendliche, sowie Übersetzungen aus dem Holländischen und Deutschen hervorgetreten. 1976 erhielt sie für ihren Beitrag zur jüdischen Jugendliteratur den »Shirley Kravitz Children's Book Award«. Keines ihrer Bücher wurde jemals ins Deutsche übertragen - bis 2003 Biberacher Schüler auf das Buch stießen, das in ihrer Heimatstadt spielt, und in Eigeninitiative übersetzten.

Über das Buch (aus einer Rezension):

Seit seinem Erscheinen 1972 ist „I am Rosemarie“ in den USA nicht nur ein Bestseller, es ist zudem als Pflichtlektüre an zahllosen Schulen präsent. Im Schuljahr 2002/2003 wurde das Buch von 40 Schülerinnen und Schülern der Dollinger Realschule und des Pestalozzi Gymnasiums in Biberach an der Riß ins Deutsche übersetzt und im März 2005 von Rosemarie Brenner, die sich in dem Buch als Marietta Moskin an ihre qualvolle Kindheit in den Fängen der SS- und Gestapowillkür erinnert, der deutschen Öffentlichkeit vorgestellt.

Es ist ein Buch, eine Autobiografie, die jedes Herz anrührt. Nicht im Sinne der Emotionen, die das Tagebuch der Anne Frank auslösen - und doch, es ist der gleiche Antrieb. Denn auch Rosemarie Brenner ist ein Mädchen aus jüdischer Familie, auch sie lebt 1940 in Amsterdam.

Es ist Mai 1940, als über der holländischen Stadt die Geschwader kreisen. Die Deutschen sind in den Niederlanden einmarschiert. Doch zunächst bedeutet der Krieg für Rosemarie Brenner nur Warten. Warten bis die Luftangriffe vorüber gehen, warten bis die Engländer sie befreien. Doch die Engländer kommen nicht, stattdessen etablieren die Nazis auch in Rosemaries Umfeld ihren grausamen Terror.

Dem ausgesetzt, wird das Mädchen von der Schule verwiesen, ihre Großmutter wird deportiert, ihre Freundin verschwindet, Rosemarie muss sich einen gelben Stern auf den Mantel nähen. Und eines Tages steht die Sicherheitspolizei vor der Tür - mit einem Räumungsbefehl.

Bergen BehlsenDie Deportationen verschleppen das Mädchen von Amsterdam nach Westerbork und von dort nach Bergen-Belsen. Ihr Leben ist zu einem Ausbund des Grauens geworden, gezeichnet von Krankheiten, unglaublichem Darben und Tod. Dann aber scheint sich das Blatt zu wenden: Rosemarie soll in die Schweiz gebracht werden, als eine der so genannten Austauschjuden.

Doch an der Grenze noch zur Schweiz, mit den Blicken schon im „gelobten Land“ und dem Überleben greifbar nah, wirft ein Schock das Unterfangen beinah zurück: Es gibt nicht genug Deutsche für den Austausch! Um ein Haar findet der Austausch nicht statt.

Knapp 300 Seiten umfasst dieses Buch, 300 Seiten, auf denen der Leser sich in jene Welt, in jenes Schicksal versetzt fühlt. Das nicht los lässt, sondern mitzieht, nicht zuletzt auch deshalb, weil die Geschichte in einer solch warmherzigen Weise verfasst wurde, dass man sich oftmals fragen möchte, wie es möglich ist, Derartiges erleben zu müssen, aber dann von solcher Herzensgüte wie die Autorin zu sein.

Dass diese Wahrnehmung nicht zuletzt ein Verdienst der feinfühligen und engagierten Übersetzung der beteiligten Schülerinnen und Schüler zu verdanken ist, kann mit nicht genügend Dank erwähnt werden. Und mit Respekt.

Quelle: Buchrezensionen bei schwarzaufweiss.de;
URL.: http://www.schwarzaufweiss.de/buecherecke/kinder/moskin.htm

Unsere Empfehlung:

Diese Geschichte vermittelt die grauenhafte Thematik des Holocaust und wurde für Jugendliche in einem relativ "schonenden" Stil geschrieben, ohne das Geschehene zu verharmlosen. Da sie aus der Sicht eines Gleichaltrigen erzählt wird, können Jugendliche Angst, Schmerz und Leid sehr gut nachempfinden.

Der Roman ist in fast zur Gänze autobiografisch. Die Lager, die Ereignisse, die Orte, die Hintergründe und die Umstände entsprechen der Wirklichkeit und somit auch alles, was dort geschah.

Marietta Moskin beschreibt, wie Rosemarie die massiven Eingriffe in ihr Leben, Hunger, Kälte, Freiheitsentzug und Lebensgefahr erlebt.

Die Geschichte wurde von 40 Schüler/innen aus dem Amerikanischen übersetzt. Ihnen haben wir es zu verdanken, dass dieses wichtige autobiografische Dokument des NS-Terrors nun einer breiteren Leserschaft im deutschsprachigen Raum zugänglich ist.

Das Buch ist flüssig zu lesen und leicht verständlich! Auch als Klassenlektüre für den Zeitgeschichteunterricht ist dieses Werk hervorragend geeignet!


YouTube-Video: "Barnard Women Through the Ages, story by Marietta Moskin, class of 1952" >>>


DOKU KZ Bergen-Belsen

Veröffentlicht am 16.04.2016 Dauer: 51:58

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