Martin Urbanek im Gespräch mit Reinhard Belser über sein Buch "MORGENFIKTION"

MORGENFIKTION: Martin Urbanek im Gespräch mit Reinhard Belser

MORGENFIKTION": Die Fiktion auf ein "Morgen" – Hoffnung und der Wille zum Weiterleben.
In seinem autobiografischen Roman "MORGENFIKTION" beschreibt Reinhard Belser, wie er, bereits an der Schwelle des Todes, durch Überlebenswillen, Mut und Entschlossenheit zu einem positiven Neuanfang fand.
Nach einem Zusammenbruch infolge schweren Drogenmissbrauchs wurde er von der Medizin aufgegeben. Heute, nach jahrelangem Kampf, ist er fast völlig geheilt und führt ein aktives Leben. Im September 2019 hat Belser bei Karina Verlag sein Buch veröffentlicht.

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Martin Urbanek im Gespräch mit Reinhard Belser:

MORGENFIKTION: Martin Urbanek im Gespräch mit Reinhard Belser

  • Martin: Was ist passiert, bevor du ins Koma gefallen bist?

Reinhard: Als ich ein Teenager war und noch zur Schule ging, rauchte ich mit Freunden auf einer Party meinen ersten Joint. Dass dieser Joint der Start in die Drogensucht bedeutete, konnte ich mir damals nicht vorstellen – aber in meinem Fall war es wahrscheinlich so.
Ich hatte damals vor, das Abitur zu schreiben, und wollte dann mit einem Studium beginnen. Leider kam es anders. Immer wieder kreisten Joints in meiner Umgebung, und ich rauchte mit. Dabei geriet mein Leben immer mehr außer Kontrolle. Das Abitur habe ich nicht geschrieben. Stattdessen wurden aus den Joints plötzlich LSD Trips, Kokain, Tabletten, Speed etc. und am Ende Heroin.
30 Jahre verharrte ich in der Drogensucht und fiel nach einer Überdosis Heroin und Alkohol in der Silvesternacht 2006 ins Koma.

  • Martin: Was kannst du mit deinen Erfahrungen an Jugendliche weitergeben?

Reinhard: Es ist schon erstaunlich, wie aus einem „harmlosen“ Joint ein dramatisches Suchtproblem entstehen kann. 30 Jahre Leid und Scheitern bestimmten mein Leben unter Drogeneinfluss. Dann hatte mich eine Überdosis Heroin und Alkohol beinahe zur Strecke gebracht. Nun kämpfe ich seit 13 Jahren gegen die katastrophalen Folgen meines massiven Suchtproblems an. Wer meine Geschichte liest, wird wohl verstehen, dass ich andere davor bewahren möchte, solches Leid am eigenen Leib zu erfahren. Deshalb möchte ich mit meinem Buch Jugendliche davor warnen, mit Drogen zu experimentieren.

  • Martin: Welchen Nutzen hat der Leser davon, wenn er dein Buch liest?

Reinhard: Meine Geschichte zeigt, dass es im Leben immer noch eine weitere Chance geben kann. Die Ärzte betrachteten mich wegen meiner niederschmetternden Diagnosen und Prognosen als hoffnungslosen Fall und schoben mich in ein Pflegeheim ab. Wegen meiner gelähmten Beine und geistigen Verwirrung sollte ich dort bleiben, bis ich eines Tages sterbe.
Nein, so wollte ich nicht weiterleben. Immer wieder habe ich mir vorgestellt, wie ich als gesunder Mensch mobil war und sogar gelaufen bin. Genau dorthin wollte ich zurück! Aus medizinischer Sicht war dies allerdings unmöglich. Aber in mir wuchs der eiserne Wille, die Lähmungen in meinen Beinen zu besiegen, um wieder selbstständig und unabhängig von anderen zu sein.
Eigentlich begann mein Abenteuer mit aggressivem Verhalten gegenüber dem Personal - eher aus Verzweiflung. Damals wusste ich nicht, wie es enden würde. Genervt von meinem Verhalten, setzten mich zwei Pflegekräfte in einen Rollstuhl. Tatsächlich konnte ich nach mehreren Wochen das Pflegeheim mithilfe des Rollstuhls verlassen.
Für mich war dies ein kleiner Erfolg, der mich glücklich stimmte. Ich war wieder "auf dem Weg", in der Hoffnung, dass es noch viel besser werden könnte.

  • Martin: Während der Krankheit hast du zum Glauben gefunden. Wie kam es dazu und wie hat der Glaube dir bei deiner Heilung geholfen?

Reinhard: Seit meinem Erwachen aus dem Koma, kam ich, wenn auch nur sehr langsam voran. Immer wieder gab es auch Rückschläge. In solchen Phasen fühlte ich mich oft völlig überfordert und hilflos.
Als ich über meine Situation nachdachte, erkannte ich, dass es sich bei meinem anstrengenden, aber von den Ärzten gar nicht mehr erwarteten Heilungsprozess nicht um puren Zufall, um Glück oder Schicksal handeln könne.
Ich fühlte, dass es einen Schöpfer geben muss, der mit mir noch nicht fertig war, der es mit mir gut meinte und mir eine zweite Chance geben wollte.

  • Martin: Lieber Reinhard, vielen Dank für das Gespräch. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg auf deinem Weg! Ich hoffe, dass deine Geschichte auch viele Menschen in schwierigen Lebenslagen und deren Angehörige erreicht, und ihnen Kraft für einen Neustart geben wird.

Über den Autor Reinhard Belser:

Reinhard Belser (Autor)Reinhard Belser wurde 1961 in München geboren. Nach abgeschlossener Kochlehre arbeitete er mehrere Jahre in der Gastronomie. Später studierte er BWL und arbeitete anschließend viele Jahre als Steuerfachangestellter in verschiedenen Steuerkanzleien und als Finanzbuchhalter in der Industrie.

Nach einem schweren Schicksalsschlag in der Silvesternacht 2006 wurde er zu einem »hoffnungslosen« Fall. Doch unter Mobilisierung aller ihm zur Verfügung stehenden Kräfte konnte er sich von seinem Leiden befreien.

Er hat seine Geschichte niedergeschrieben, um anderen Betroffenen Mut zu machen. Bloß weil Ärzte einen aufgeben, muss das nicht das Ende sein.

Heute lebt Reinhard Belser in der Nähe von München. Die Geschichte handelt in München und Umgebung.


Über den Roman "MORGENFIKTION":

Kontakt: reinhard.belser@outlook.deReinhard Belser: MorgenfiktionAutor: Reinhard Belser
Formate: Taschenbuch, E-Book
Seitenzahl: 188 Seiten
Verlag: Karina Verlag
Auflage: 1 (September 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN:
978-3967240405
Altersempfehlung: Ab 14 Jahre, Erwachsene
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Klappentext:

Die Fiktion auf ein "Morgen" – Hoffnung und der Wille zum Weiterleben. Ein Schicksalsschlag brachte Reinhard Belser an die Schwelle des Todes. Als hoffnungsloser Fall wurde er in ein Pflegeheim abgeschoben. Doch so wollte Belser nicht weiterleben, sondern ...

Tiefpunkte, Schmerzen und Leid gehören unvermeidlich zu unserem Leben als Menschen. Belser lässt den Leser an seinem Leiden teilhaben und zeigt gleichzeitig einen Weg, wie es in scheinbar hoffnungsloser Lage immer noch einen weiteren positiven Neuanfang geben kann.

Wer sich von Lehrbüchern und Motivationstrainern und dergleichen nicht positiv inspirieren lassen möchte, muss dieses Buch gelesen haben, denn es sorgt für einen wahren Motivationsschub und ist mitten aus dem wahren Leben gegriffen.

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Reinhard Belser: Morgenfiktion (Leseprobe)

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