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Wir bauen eine Brücke - Zusammen sind wir stärker

Wiebke Worm: Wir bauen eine Brücke - Zusammen sind wir stärker (2017 Karina Verlag)Herausgeberin: Wiebke Worm
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: ca. 200 Seiten
Verlag: Karina Verlag
Auflage: 1 (2017)
Sprache: Deutsch
Altersempfehlung: Erwachsene

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Klappentext:

"Pflege", ein Thema, an dem fast niemand vorbeikommt. Es wird höchste Zeit, dass sich etwas ändert! Anstatt gegeneinander zu arbeiten, haben WIR ein Miteinander beschlossen. Eine Brücke gebaut, von pflegenden Angehörigen zu beruflich Pflegenden, denn zusammen sind wir stärker ...

Ungeschönt schildern wir einen Teil unserer täglichen Kämpfe. In Texten und lyrischer Form zeigen wir auf, warum sich etwas ändern muss.

Lesen Sie ebenfalls, warum, wo und wie einige von uns auch außerhalb ihre Umfeldes aktiv geworden sind. Wunderbare Autoren und Illustratoren unterstützen dieses außergewöhnliche Buch mit ihren Texten und Illustrationen.

Der gesamte Verkaufserlös geht an eine Stiftung, die sich für die Belange von pflegenden Angehörigen einsetzt: "Wir! Stiftung pflegender Angehöriger". Damit geben wir etwas für diesen Einsatz zurück.

Die Autorin Wiebke Worm über sich selbst:

Wiebke Worm (Autorin)Mein Name ist Wiebke Worm, ich wurde im schönen Hamburg geboren und dort lebe ich noch immer.

Bücher begleiten mich von klein auf an. Zuerst wurde mir von meinen Eltern, die beide leidenschaftliche Leser sind, vorgelesen, dann konnte ich es irgendwann selbst. Ein Leben ohne Bücher konnte und kann ich mir nicht wirklich vorstellen, dass ich allerdings selber Bücher herausbringen würde, habe ich bis 2013 nicht für möglich gehalten.

Nachdem sich mein Leben in den letzten Jahren recht drastisch geändert hat, wurde ich dazu angehalten, ein Tagebuch zu schreiben. Ich stellte dabei fest, dass das so gar nicht meine Welt ist, dafür fing ich aber an, mein Gedankensplitter aufzuschreiben. Stück für Stück entwickelte sich alles weiter, wie es immer so ist. Es wurde meine kreative Seite, die im normalen Büroalltag etwas verkümmert war, wieder freigelegt, darüber bin ich heute sehr froh.

Inzwischen würde ich sagen, dass Schreiben für mich wie mein Klavierspiel ist. Ich setze mich an die Tasten und lege los, schnell bin ich in eine andere Welt abgetaucht und bin oftmals erstaunt, was dort so alles passiert. Von Gedankensplittern über Kurzgeschichten, die inzwischen eine wirkliche Leidenschaft von mir sind, (bisher) einem Kinderbuch, bis hin zu einem Kurzroman, in dem ich unter dem Pseudonym R.S.Star eine Geschichte verarbeitet habe, die mir passiert ist, habe ich alles ausprobiert.

Die Rückmeldungen zu meinen Werken geben mir Mut und spornen mich an, weiterzumachen. Dafür sage ich an dieser Stelle auch ganz herzlichen Dank an all diejenigen, die meine Worte mögen und mich unterstützen. Viel Freude bereitet mir auch Zusammenarbeit mit anderen Autoren und Illustratoren im AST (Autorenstammtisch von Markus Bücherkiste).

Neben dem Schreiben habe ich 2014 angefangen zu zeichnen, auch das hätte ich bis dahin nicht gedacht. Mein Großvater hat fantastisch gezeichnet und meine Großtanten waren im Kunstgewerbe tätigt, dass ich das aber könnte, darüber hatte ich mir nie wirklich Gedanken gemacht. Fotografieren ja, eine Leidenschaft von mir, die mich seit der Kindheit begleitet, an die ich von meinem Vater herangeführt worden bin, aber Zeichnen?

Inzwischen habe ich für einige Autorinnen kleine Illustrationen angefertigt und es macht unglaublich viel Spaß.

Ich engagiere mich gerne bei sozialen Projekten, so habe ich bei einigen Anthologien für einen guten Zweck mitgemacht, sogar selber eine herausgegeben, und ich habe die Seite "Wir pflegen unsere Lieben" ins Leben gerufen. Darüber starten wir einmal im Moment die Aktion "Herzensangelegenheiten", mit der wir die Politik auf die Situation vieler pflegender Angehöriger aufmerksam machen möchten.

Vorwort von zur Anthologie "Wir bauen eine Brücke":

Einige Zeit ist vergangen, seitdem unser erstes Gemeinschaftswerk „Wir bauen eine Brücke von uns, hinaus in die Welt“ entstanden ist. Ein Buch von uns, für uns. Aber auch für all diejenigen, die sich für Einblicke in die private Welt des Pflegens interessieren. Entstanden aus dem Wunsch heraus, etwas zu bewegen.

Die vielen positiven Rückmeldungen haben uns motiviert, weiterzumachen. Deshalb halten Sie jetzt Band II vom „Brückenbau“ in der Hand.

Dies ist ein Buch, in dem Pflegende Angehörige und beruflich Pflegende Seite an Seite stehen, so wie es auch im richtigen Leben sein sollte. Auch einige liebe Menschen, die uns unterstützen möchten, haben mitgewirkt.

Wir möchten aufzeigen, warum wir jeden Tag kämpfen. Für unsere Angehörigen, für unsere Patienten, aber auch für uns. Mit unseren Texten möchten wir auch diesmal denjenigen, die noch nicht in solchen Situationen stecken, helfen zu verstehen.

Allen Pflegenden möchten wir erneut Mut machen. Ihr seid nicht allein! Es gibt Millionen von uns. Wir müssen uns nur bemerkbar machen. Unsere Rechte einfordern! Ohne uns würde vieles hier im System zusammenbrechen.

Aus Liebe zu unseren Angehörigen, aus Respekt gegenüber den Patienten und auch aus Pflichtgefühl nehmen wir viel in Kauf. Wir wissen, dass wir auch viel zurückbekommen. Wir wissen, warum wir das alles machen, jedoch kann es nicht angehen, dass eine Rund-um-die-Uhr-Ausnutzung stattfindet - und das Tag für Tag.

Auch diesmal wird der Erlös vom Verkauf komplett an die Stiftung »WIR! Stiftung pflegender Angehöriger« gespendet. Die sich für Pflegende Angehörige (PA) und deren Anliegen einsetzt.

Mit „Wir bauen eine Brücke von uns, hinaus in die Welt“ zeigten wir, was uns bewegt, wie wir verarbeiten und dass wir da sind!

Mit „Wir bauen eine Brücke - Zusammen sind wir stärker“ geht es weiter.  

Es gibt noch so viel Ungleichgewicht im Bereich der Pflege, wir kämpfen für mehr Gerechtigkeit, auch deswegen ist dieser Band entstanden, denn: „Zusammen sind wir stärker“.

Wir hoffen, dass wir mit den Texten aufrütteln, nachdenklich stimmen und zuletzt auch etwas erreichen können. Es gibt, trotz allem, auch glückliche Momente, die wir hier bewusst zeigen.
Ich habe die Texte, die ich erhalten habe, bewusst nicht geändert, damit sie authentisch sind.
 
Jetzt wünsche ich Ihnen, auch im Namen aller Mitwirkenden, eine interessante Lesezeit.

Ihre Wiebke Worm
(Herausgeberin)


Leseproben:

Heinz Weinert (ungekürzt)
Ein Sohn, der seine Mutter pflegt?

„Wie geht das denn?“

So wirst du zwar nicht angesprochen, aber so empfindest du es, wenn du alte Bekannte triffst, die dich fragen "Wie geht's dir, was machst du so?". Zuerst willst du es ihnen gar nicht erzählen, dann aber folgt eine nette Einladung zum Kaffee.

Jetzt musst du es doch erzählen, um nicht unhöflich zu erscheinen. Unmittelbar nach der betonten Hochachtung vor der übernommenen Aufgabe folgt die Frage "Hast du schon ein Pflegeheim im Auge?".

Jetzt wird's kritisch, denn wie sollst du das nun kommunizieren, dass ein Pflegeheim in ihrem Zustand für dich nicht mehr akzeptabel ist, dass du sie weiterhin selber pflegst, ohne ein tiefgreifendes, philosophisches Gespräch zu beginnen. Letztendlich würde dir sowieso niemand dein Motiv für diese Entscheidung abnehmen, denn du warst früher ganz anders.

Früher hättest du es dir nicht vorstellen können, deiner Mutter mal die Windeln zu wechseln oder sie zu waschen. So etwas hättest du kategorisch abgelehnt.

Also beschränkst du dich auf das Wesentliche, indem du einfach nur erklärst, du hättest dich so entschieden, weil es das Beste für sie wäre. "Freud lässt grüßen!", werden sie sich jetzt denken, schießt dir unweigerlich durch den Kopf. So ein Quatsch, aber egal, sollen sie denken, was sie wollen. Um die Sache abzukürzen, wünscht du ihnen noch einen schönen Tag, weil du weiter musst.

Warum denkst du so? Deinen beiden Töchtern hast du als Baby doch auch die Windeln gewechselt und hast sie gewaschen, da ist doch gar nichts dabei.

Es gibt schönere Dinge, als die eigene Mutter sauber zu halten. Tatsächlich machst du das, ohne weiter darüber nachzudenken, wie du auch dich selber wäscht oder deinen Hund. Denn sie kann das nicht mehr alleine tun. Ein Krankenpfleger wäscht seine Patienten doch auch, unabhängig davon, ob Männchen oder Weibchen. Aber wenn ein Sohn seine Mutter pflegt, liegt ein Hauch Abnormalität in der Luft, und das bleibt.

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(Auszug aus einem Gedicht von Kornelia Schmid)
Achterbahn MS

Unser Leben - ein AB und ein AUF
Ein AUF und ein AB

Es hält uns auf Trab
Entspannung kaum drin
Worin liegt der Sinn?

Die Frage nach dem Warum
Die Frage nach dem Wozu
Die macht es uns nur schwer
Und Hilfe kommt nicht her.

Wenn Krise drückt und Besserung hebt
Und kurze Zeit im Glück wieder schwebt
Um abzustürzen im nächsten Moment
Und dann wieder starten, was kaum einer kennt.

Ich stieg nicht gern ein
Will raus, kann nur nicht
Inmitten der Fahrt
Mich die Krise besticht.

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Sven Jochims - Illustration
„Gemeinsam Schaukeln wir das“

ILLUSTRATION - Wiebke Worm: Wir bauen eine Brücke - Zusammen sind wir stärker (2017 Karina Verlag)


Inhaltsverzeichnis:

  • Brigitte Hald-Hübner: Licht in meinem Alltag als Pflegende Angehörige
  • Andreas Janocha: Glücklich
  • Le Alex Sax: Der Tod ist ein Nebengeräusch
  • Heinz Weinert: Ein Sohn, der seine Mutter pflegt?
  • Kornelia Schmid: Achterbahn MS
  • Stefan Schmid: Alles aus Liebe
  • Elu Suam: Oma und der Pflegenotstand
  • Barbara Dölker: Der richtige Moment
  • Sven Jochims - Illustration;
    „Gemeinsam Schaukeln wir das“
  • Irene Pachner: Who cares (I)
  • Marlies Lüer: Ich bin ein zahnloser Tiger!
  • Rudolf Köster: Anfangs noch ohne Titel;
    Kommunikationsprobleme
  • Brigitte Bührlen: Ein Kuss am Abend genügt!
  • Rosel Klein: Ein Abschied mitten im Leben
  • Helga Rikken - Illustration;
    „Die Nacht“
  • Steffi Teichmann: Ein Tag auf der Dementenstation
  • Bianca Meier: Erinnerungen an Katja
  • Helga Rikken: Strickwerk - Lebenswerk
  • Gilla Schmelz: Rückblicke
  • Elu Suam:  Packen wir's an!
  • Lila Charlotte Meier: Von Riesen und Zwergen, vom Wachsen und vom Anderssein
  • Caroline Régnard-Mayer: Meine Jahre als „Pflegende Mutter und Angehörige“ zweier Kinder
  • Emily Chuck: Warte ab, wenn wir uns wiedersehen
  • Irene Parcher: Glücksmomente
  • Rainer Pick: Ich komme nicht raus!
  • Markus Kohler: Gefühlschaos
  • Helga Rikken: Anerkennung
  • Heinz Weinert: Warum häusliche Pflege?
  • Claudia Querüber - Illustration;
    „Mikrokosmos“
  • Elu Suam: Was ich mir als potentielle, zukünftige Patientin und Pflegebedürftige wünsche
  • Kornelia Schmid: Loslassen - für mich
  • Wiebke Worm: Gedankengänge
  • Heinz Weinert: In der Ruhe liegt die Kraft
  • Barbara Dölker: Tagesspruch
  • Marion Reinartz: Rückblicke
  • Claudia Querüber - Illustration
  • Wiebke Worm: „Deine Augen“
  • Ursula Furkert: Unser Waldspaziergang
  • Monika Hald-Greiner: Segen für die Nacht
  • Nachwort
  • Danksagung
  • Informative Seiten von und über uns

Wiebke Worm: Pflegende Angehörige

Veröffentlicht am 28.10.2016; Dauer: 00:00:34

Aufruf an alle, nicht wegzuschauen! Pflege kann jeden, jederzeit betreffen, kämpft mit für bessere Grundbedingungen!


Wiebke Worm: Bisher erschienen

Format: Taschenbuch
Seitenanzahl:192 Seiten
Verlag: Books on Demand
Auflage: 1 (2016)
Sprache: Deutsch
ISBN:
978-3739229331

Klappentext:

„Wir bauen eine Brücke - von uns hinaus in die Welt“ ist eine Anthologie von pflegenden Angehörigen. Das Wort "Pflege" ist jedem bekannt. Was bedeutet es aber, "Pflegende/r Angehörige/r" zu sein?

Wir laden Sie einen Augenblick in unsere Welt ein, bauen eine Brücke von uns zu Ihnen. Lernen Sie uns und unsere Gedanken kennen.

Trauer, Verzweiflung, Hilflosigkeit und Angst stehen für uns nicht im Vordergrund, sondern die LIEBE zu unseren Angehörigen, die uns die Kraft gibt, diese zu pflegen.

Der gesamte Verkaufserlös geht an eine Stiftung, die sich für die Belange von pflegenden Angehörigen einsetzt: 'Wir! Stiftung pflegender Angehöriger". Damit geben wir etwas für diesen Einsatz zurück.

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