Karina Verlag: alle Genres und Altersstufen

Niemals ohne Lippenstift

Karina Moebius: Niemals ohne Lippenstift (Karina Verlag, 2017)Autorin: Karina Moebius
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 240 Seiten
Verlag: Karina Verlag
Auflage: 1 (1. September 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3961116935
Altersempfehlung: Ab 16 Jahre, Erwachsene

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Klappentext:

„I bin do ned dement!“ Für die immer lebenslustige und humorvolle Tante Elfie ist es absolut nicht einzusehen, dass sie plötzlich Hilfe im täglichen Leben brauchen soll. Sie liebt attraktive Männer, ihren Lippenstift und den Grünen Veltliner. Dass sie mittlerweile recht wunderlich geworden ist, bemerkt sie nicht.

Als letzte noch verbliebene Blutsverwandte verbringt ihre Großnichte im Laufe von einigen Jahren unzählige Stunden an der Seite der Tante Elfie; in guten, wie in schlechten Zeiten.

Humorvoll erzählt die Autorin über ihre manchmal skurrilen Erlebnisse mit der Tante und deren Demenzerkrankung und gibt dabei humorvolle Einblicke in ein langes und erfülltes Leben.

Im Buch befindet sich auch ein Fotoalbum der Tante Elfie und aufgrund ihrer stark mit Wienerisch geprägten Ausdrucksweise, ein kleines Wörterbuch für "Einsteiger" in die Wiener Mundart.

„I bin do ned dement!“ Für die immer lebenslustige und humorvolle Tante Elfie ist es absolut nicht einzusehen, dass sie plötzlich Hilfe im täglichen Leben brauchen soll. Sie liebt attraktive Männer, ihren Lippenstift und den Grünen Veltliner. Dass sie mittlerweile recht wunderlich geworden ist, bemerkt sie nicht.

Als letzte noch verbliebene Blutsverwandte verbringt ihre Großnichte im Laufe von einigen Jahren unzählige Stunden an der Seite der Tante Elfie; in guten, wie in schlechten Zeiten.

 

Humorvoll erzählt die Autorin über ihre manchmal skurrilen Erlebnisse mit der Tante und deren Demenzerkrankung und gibt dabei humorvolle Einblicke in ein langes und erfülltes Leben.

 

Im Buch befindet sich auch ein Fotoaslbum der Tante Elfie und aufgrund ihrer stark mit Wienerisch geprägten Ausdrucksweise, ein kleines Wörterbuch für "Einsteiger" in die Wiener Mundart.

Mehr Infos: http://www.karinaverlag.at/products/niemals-ohne-lippenstift-von-karina-moebius/

Über die Autorin Karina Moebius:

Karina Moebius (Autorin)

Karina Moebius ist Jahrgang 1962, verheiratet mit dem Autor und Musiker Bruno Moebius, und lebt in Wien.

Seit rund dreißig Jahren findet Karina Moebius ihren Ausdruck auch als bildende Künstlerin und präsentiert ihre Bilder bei unterschiedlichsten Gelegenheiten der Öffentlichkeit. Die Sammlung von Werken umfasst verschiedene Techniken, von filigran ausgearbeiteten Mandalas bis zur plakativen Spachteltechnik und wurde ab 2006 um kunsthandwerkliche Arbeiten - wie das Bemalen von Objekten - erweitert.

Mit ihrem Werk „Niemals ohne Lippenstift“ hat Karina Moebius die Bandbreite ihres künstlerischen Schaffens um eine Sparte erweitert. „Niemals ohne Lippenstift“ beruht auf wahren Begebenheiten, die hier in biografischer und humorvoller Form ihren schriftlichen Ausdruck finden.

Karina Moebius über ihr Buch "Niemals ohne Lippenstift"

Karina Moebius: Niemals ohne Lippenstift (Karina Verlag, 2017)Das Schreiben dieses Buches war Herausforderung und Freude zugleich. Herausforderung, weil mich die mit meiner Tante Elfie erlebte Zeit über weite Strecken an die Grenze meiner Belastbarkeit führte und das tiefe Eintauchen in die Erinnerung an diese schwierige Phase meines Lebens noch Unverdautes zutage förderte.

Andererseits gab es mir die Gelegenheit, auch die schönen und lustigen Erinnerungen aus dem Gedächtnispalast hervorzuholen und mich daran zu erfreuen. Dadurch ist es mir gelungen, Tante Elfie als die in meiner Erinnerung zu behalten, die sie war: Eine lebenslustige, humorvolle und unbescheidene Frau, die alles von ihrem Leben forderte.

Einige von Ihnen werden sich beim Lesen ein bisschen mit mir identifizieren, denn so mancher hat in seiner Familie oder im Bekanntenkreis einen Menschen, dessen Geist langsam schwindet; sei es nun durch Alzheimer oder, wie im Fall der Tante Elfie, durch Demenz.

Es ist nicht immer einfach, mit einer solchen Situation umzugehen, und oft hat man keine Ahnung, was das Beste für den Betroffenen wäre. Trotz aller Schwierigkeiten, mit denen Sie gerade kämpfen mögen, kann ich nur raten, den Humor nicht zu verlieren.

Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie - falls Sie gerade bis zu den Ohren in solch einer Herausforderung stecken - nicht verzweifeln, sondern über vieles herzlich lachen können.

Nach langer Überlegung, ob es Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, auch wirklich zumutbar sei, entschied ich mich letztlich doch dafür, die Sprache der Tante im Wiener Dialekt zu schreiben, weil sonst Essenzielles von ihrer Persönlichkeit verloren gegangen wäre.

Um den Nichtwienern das Verständnis zu erleichtern, findet sich im Anhang eine kleine Einführung in den Wiener Dialekt und es könnte von Vorteil sein, diese zu lesen, bevor Sie sich an die eigentliche Geschichte heranmachen. Ich bin überzeugt, dass Sie so den Wiener Dialekt bereits nach ein paar Seiten gut lesen und verstehen können.

Vergessen Sie nicht darauf: »Humor ist, wenn man trotzdem lacht!«

Herzlichst, Karina Moebius

Leseprobe aus dem Buch "Niemals ohne Lippenstift":

WAS NUN?

Karina Moebius: Niemals ohne Lippenstift (Karina Verlag, 2017)»Wissen Sie, wo die Elfie ist?«, fragt mich Friedl am Telefon. Die Freundin der Tante Elfie, die seit gut einem halben Jahrhundert über die meisten wichtigen und unwichtigen Angelegenheiten der Tante bestens informiert ist, klingt besorgt.

»Nein, ich habe keine Ahnung!« Seit drei oder vier Tagen rufe ich selbst erfolglos bei der Tante an, aber es gelingt mir nicht, ihrer habhaft zu werden. Ich bin leicht beunruhigt, aber trotzdem hoffnungsvoll, dass die Tante wie schon so oft, einfach nur auf der Walz ist und halt wieder einmal nicht Bescheid gesagt hat.

Heute, am Montag, wollte ich es noch einmal versuchen. Doch die Friedl kam mir mit ihrer Frage zuvor.

»Der Kowalski hat gesehen, dass sie von der Rettung abgeholt wurde!«, informiert mich Friedl, die wie meistens mehr als ich weiß. Herr Kowalski ist der Hausmeister und er ist, wie sich das für einen guten Hausmeister eben gehört, meistens auf dem Laufenden, was die Mieter des ihm anvertrauten Hauses betrifft.

»Mit der Rettung? Um Himmels willen! Was ist denn passiert und in welchem Spital ist sie denn?«, entfahrt es mir vor Schreck.

»Na, das hat der Kowalski auch nicht gewusst. Deswegen rufe ich Sie ja an.«

Ah ja, logisch. In meinem Gehirn beginnt es zu rattern und ich will mich auf die Suche nach der Tante Elfte machen und dann, sobald ich mehr weiß, die Friedl darüber informieren.

Wie findet man heutzutage jemanden, der sich dem Hörensagen nach in irgendeinem Krankenhaus befindet? Richtig. Man fragt Herrn Google. Eine Liste mit sozialmedizinischen Einrichtungen und Spitälern des Wiener Krankenanstaltenverbundes ist schnell gefunden. Ich suche mir die dem Wohnort der Tante nächstgelegenen Spitäler heraus und rufe an.

Im Krankenhaus Hietzing, der Nummer zwei auf meiner "Wär-ja-logisch-Liste", werde ich auch schon fündig: "2. Medizinische Abteilung, Pavillon 3a", erfahre ich, und mir wird augenblicklich noch ein kleines bisschen mulmiger zumute, als mir ohnehin schon war.

Diesen Pavillon kenne ich aus dem Jahr 2005, als ich dort meine damals 85-jährige Großmutter besuchte. In jenem Jahr übernahm ich die Sachwalterschaft für die Oma und durfte mich, wenn auch nur kurz, um ihre Angelegenheiten und ihr Seelenheil kümmern.

»Bitte, nicht schon wieder!«, flehe ich himmelwärts und mache mich in Windeseile auf den Weg nach Hietzing ...

Buchempfehlung:

Karina Moebius: Niemals ohne Lippenstift (Karina Verlag, 2017)In ihrem autobiografischen Roman "Niemals ohne Lippenstift" erzählt Karina Moebius eine Geschichte, die viele von uns berühren wird: Besonders jene, die den degenerativen Verfall der geistigen und körperlichen Kräfte von Angehörigen begleiten und mit ansehen müssen.

Das Buch ist humorvoll, aber auch mit einem Hauch von Sarkasmus geschrieben, wie er nun mal unvermeidlich ist, wenn man mit belastenden Erlebnissen, wie Spital, Pflege, Inkontinenz und fortschreitender Demenz konfrontiert ist.

Ein unterhaltsames, spannendes und mit viel Liebe und Einfühlsamkeit geschriebenes Buch, das viele Leser/innen erfreuen wird. Besonders empfehlen möchte ich es all jenen, denen jetzt gerade "der Hut brennt", weil es in der Familie akuten Pflegebedarf gibt.  

Martin Urbanek

* Abbildung: Karina Moebius auf der BUCH-WIEN 2017 am 9. 11. 2017.


Niemals ohne Lippenstift (Videotrailer):

Das Buch Niemals ohne Lippenstift" von Karina Moebius. Ausgezeichnet mit dem 1. Platz "Best Author 2017" Award.

Veröffentlicht am 18.01.2018 Dauer: 01:51

Moerike (Lesung von Bruno Moebius)

Kurzgeschichte von Bruno Moebius, gelesen vom Autor.

Veröffentlicht am 22.10.2011 Dauer: 02:34

Weitere Videos auf dem YouTube Kanal von Bruno Moebius >>>

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