Karina Verlag: Letzte Beiträge

Kasdeya

Heike Altpeter: Kasdeya (Karina Verlag 2017)Autorin: Heike Altpeter
Herausgeberin: Karin Pfolz
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 216 Seiten
Verlag: Karina Verlag
Auflage: 1 (21 Juli 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3961113903

Altersempfehlung: ab 16 Jahre, Erwachsenenliteratur

 

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Klappentext:

Ein kleiner Laden – in einer kleinen Gasse ...

Mit dem Geschäft übernimmt die neue Besitzerin nicht nur das Objekt und das Angebot, sondern auch gleich die Stammkundschaft. Doch noch etwas bekommt sie dazu. Etwas, mit dem sie nicht gerechnet hat und das sie nicht in den Griff zu bekommen scheint.

Aber wer - oder was - ist Kasdeya? Fluch oder Bedrohung? Freund oder Feind? Oder einfach nur das Böse selbst?

Sarah ist hin und hergerissen zwischen zwei Welten, versucht zu verstehen, dass es mehr als fünf Sinne gibt. Neben all dem Neuen was über sie hereinbricht, tauchen immer wieder neue Fragen auf und jede gefundene Antwort bringt mehr Unglaubliches zum Vorschein.

Gibt es Parallelwelten und können wir Kontakt zu diesen aufnehmen? Wenn man bedenkt, dass der Mensch nur 5 Prozent seines Potentials ausschöpft, so kann es Dinge zwischen Himmel und Erde geben, die wir uns nicht erklären können. Aus quantenphysischer Sicht ist alles Energie.

Wieso sollten Gedanken nicht in Frequenzen schwingen können, die jeder Mensch hören kann?

Über die Autorin Heike Altpeter:

Heike Altpeter (Autorin)Heike Altpeter wurde am 11.09.1959 in Dudweiler geboren. Sie absolvierte Ausbildungen als Arzthelferin, Trainerin für Coronar- und Diabetikersport und medizinische Fußpflege. Sie war Arzthelferin, Personalsachbearbeiterin, Hausfrau und Mutter, zog zwei Kinder groß und las viel.

Durch einige einschneidende Erlebnisse entdeckte sie ihre Neigung zum Übersinnlichen. Am Anfang war sie darüber erschrocken. Doch im Laufe der Jahre entwickelte sie ein Gefühl dafür und die Liebe zur schreibenden Kunst, die sie seit 2012 ausübt.

Ihr Schreibstyl ist außergewöhnlich, da sie die Geschichten in der Nacht träumt und anschließend schriftlich fixiert. Ihre Romane spielen überwiegend in Saarbrücken, dem Saarland und an Orten die sie selbst schon besucht hatte.

Sie paart das normale Leben mit normalen Menschen, mit Orten und Begebenheiten, die sich jeder ansehen kann und mit den mystischen Erlebnissen und Eindrücken ihres eigenen Lebens und ihrer Phantasie.

Aus dieser Mischung entstehen spannende, liebevolle und mystische Romane und Gedichte, bei denen man auch durchaus schmunzeln kann und sich gelegentlich auch wiedererkennt.

Quelle: bücher.de - Heike Altpeter "Kaseyda"

Leseprobe aus dem Roman  "Kasdeya":

Kapitel 1 - Meine leibliche Mutter

Vom Läuten der Klingel wurde ich wach.

„Nanu, was war das?“ Schlaftrunken musste ich mich erst mal sammeln. „Die Haustür!“ Ein Blitzgedanke. Etwas in meinem Bauch sagte, das was auf mich zukommt, was mir vielleicht nicht gefällt. Diese Empfindungen hatte ich seit längerer Zeit öfter schon mal verspürt.

So zum Beispiel als mein Auto vor ein paar Monaten mitten im Nirgendwo den Geist aufgab. - Da hatte ich kurz vorher dieses Gefühl im Bauch.

Und als ich vom Unfall meiner Eltern gehört hatte - davor auch.

Als an meiner Waschmaschine der Schlauch geplatzt war – eigentlich wusste ich es schon vorher und bin nach Hause gefahren. Es war noch rechtzeitig und der Wasserschaden war mit einmal Putzen behoben. Heute hatte ich es wieder!  

Ich ging öffnen.

„Hallo Sarah, hast du geschlafen? Um diese Zeit?“ Mit Blick auf seine Uhr stellte er fest: „Wir haben elf Uhr. Ein bisschen früh, für ein Mittagsschläfchen.“ Martin, unser Postbote stand breitbeinig und lächelnd vor mir.

„Hey Martin. Wieder mal auf Tour? War letzte Nacht lange wach und bin erst um vier Uhr eingeschlafen. Weiß auch nicht, hatte lauter wirre Gedanken im Kopf. Das wird wohl jeder Mal haben. Nicht so schlimm. Hab ja im Moment Zeit mich zu erholen.“

„Bist wohl immer noch arbeitslos. Hab´s diese Woche bei „Matze“ gehört. Ich habe ein Einschreiben für dich. Bitte hier unten rechts quittieren. Danke.“

„Matze“ war die Stammkneipe von Martin.

Ich unterschrieb auf dem Handcomputer und nahm das Schreiben an mich.

„Danke! Ganz schön warm heute. Hast du vielleicht Durst? Soll ich dir ein Glas Sprudel holen?“

Martin und ich kannten uns schon seit dem Kindergarten. Gemeinsam Schule, gemeinsames Abitur. Da wächst die Freundschaft.

„Oh ja bitte. Bin schon seit vier Stunden am Rennen. Wieder mal ganz schön was los nach dem Streik der letzten Woche. Aber gut, dass ich wenigstens noch Arbeit habe.“

Mit dem Taschentuch wischte er Schweißtropfen von seiner Stirn und lehnte sich an die etwas kühlere Eingangswand.

Von der Küche aus hörte ich ihn reden und füllte ein Glas mit dem erfrischenden Nass.

„Hier, zum Wohl!“

Martin nahm dankend sein Glas und trank in einem Zug. Er war ein hübscher Mann geworden. Nicht so sehr groß, dafür muskulös und gepflegt. Er hätte einen rassigen Italiener abgegeben. Mir gefiel es.

Früher! Ja da hatten die Kinder ihn immer gehänselt. Er war  damals ein mickriger Junge mit Brille und wadenhohen orthopädischen Schuhe, davon sah man heute nichts mehr. Mir war das schon damals egal. Irgendetwas hatte mich an ihm fasziniert und tat es heute noch.

„Willst du noch eins oder soll ich dir eine Flasche mitgeben?“

„Nein danke. Das war perfekt, sonst muss ich zu oft zur Toilette. Muss denn los. Sehen wir uns die Woche noch bei „Matze“ auf ein Bier?“ Auf dem Absatz kehrt machend winkte er mir  noch mal zu und war wieder auf Tour.

„Mal sehen! Denke daran. Bis dann!“ Schrie ich ihm nach und sah wie er in die nächste Einfahrt verschwand. Dann schloss ich die Tür.

„Na, was ich wohl  bekommen habe.“ Der Absender sagte mir nichts. In der Küche öffnete ich mein Schreiben mit einem spitzen Messer und hervor kam ein handgeschriebener Brief. Vorsichtig entfaltete ich das zart rosa Papier und las:

„Meine liebe Sarah. Du wirst dich nicht mehr an mich erinnern, dazu warst du viel zu klein, aber ich habe dich nie vergessen. Ich war die beste Freundin von Maria, die dann deine Mutter wurde. Maria und ich hatten einen Pakt geschlossen um dich zu beschützen.

Keiner sollte jemals erfahren, dass du meine leibliche Tochter bist. Es wäre damals zu gefährlich für dich gewesen so aufzuwachsen, unter Hexen und Magiern. Mein Meister hätte dich mir weggenommen, wenn er von dir erfahren hätte und dich für seine Zwecke missbraucht. Das konnte ich nicht zulassen.

Also entschlossen wir uns, dich kurz nach der Geburt bei Maria und ihrem Mann zu lassen. Ich bin dann damals ohne dich nach Kanada geflohen um meinem Meister davonzulaufen und um dort zu praktizieren.

Meine Kräfte wuchsen mit der Zeit. Mit Hilfe von guten Engeln und Schutzzaubern konnte ich mich irgendwann von diesem Mann befreien. Gott sei Dank hatte er sich nach längeren Auseinandersetzungen zurückgezogen und war plötzlich wie vom Erdboden verschwunden.

Vor ein paar Jahren war es mir dann möglich wieder nach Hause zu kommen. Aber mir schien es besser für dich, dass du davon nichts erfährst. Ich habe immer noch Angst um dich und hoffe, dass Kasdeya dich nie findet.

Jetzt, da du den Brief in Händen hältst, erfährst du die Wahrheit. Ich gehörte zu einem geheimen, okkulten, magischen Zirkel  und war damals dumm und naiv, aber sehr begabt.

Mein Meister, Kasdeya, wusste dass nur zu gut für seine Zwecke zu nutzen und ich habe Dinge getan, auf die ich wahrlich nicht stolz bin. Keine Angst! Ich habe niemanden umgebracht. Nur ein paar sehr wirkungsvolle Rituale angewandt.

Ja, du hörst richtig. Im Mittelalter hätte man mich sehr wahrscheinlich als Hexe verbrannt.

Nein, Spaß bei Seite. Als meine Tochter hast du meine Fähigkeiten geerbt, da bin ich mir ganz sicher! Früher oder später wirst du sie erkennen und lernen damit umzugehen. Nutze sie mit Verstand und lass dich nicht zum Bösen verleiten. Der Grad ist sehr schmal.

Ich habe gerade so die Kurve gekriegt und in der Fröschengasse am St. Johanner Markt, ganz in deiner Nähe, eine Esoterik und Literatur-Laden eröffnet. Vielleicht bist du ja mal daran vorbei gekommen?

Es tut mir sehr leid, dass ich niemals Kontakt mit dir aufgenommen habe. Es war besser so für dich. Die Gefahr ist vielleicht nie ganz vorbei. Jetzt bist du aber erwachsen und gefestigt. Jetzt ist die Zeit gekommen, dich mit deinen Fähigkeiten auseinander zu setzten. Um dir den Weg zu erleichtern, gebe ich dir das einzige, was ich habe. Nimm den Schlüssel und lerne. Notarisch habe ich alles veranlasst.

Du wirst von Dr. Theobald Nikolaus sobald ich Tod bin informiert. Sei nicht traurig! Ich werde  immer bei dir sein, auch über den Tod hinaus. Verlass dich auf deine Gefühle. Es war so das Beste für dich. Ich habe dich immer geliebt.

Deine Mutter Regina.“

Mein Herz setzte für einen Moment aus. So fühlte es sich jeden Falls an. Mein Leben war eine Lüge? Meine Mutter nicht meine Mutter? Und wer war dann mein leiblicher Vater? Plötzlich bekam alles einen Sinn ...

Quelle: LinkedIn: "Leseprobe Kasdeya Teil 1: Die Erbschaft Von Brenda Lee Walsh"

Zur gesamten Lesprobe >>>


Lesung von Heike Altpeter:

Gedanken zur heutigen Zeit 2016: "Ausländer"

Veröffentlicht am 31.10.2016 Dauer: 03:56

Lesung von Heike Altpeter:

Lesungen und Animationen von Heike Altpeter (ehemals Brenda Lee Walsh)

Veröffentlicht am 20.12.2016 Dauer: 01:12

Weitere Videos auf dem YouTube Kanal von Heike Altpeter >>>

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